Thüringen: Daumen hoch für KBV/ABDA-Konzept

Der Optimismus bei den Ärzten ist groß: Thüringen will sich als Modellregion für das umstrittene Medikationskonzept von ABDA und KBV bewerben.

Veröffentlicht:

WEIMAR (rbü). In einer Resolution hat die jüngste Vertreterversammlung der KV in Weimar das Medikationskonzept von ABDA und KBV mit großer Mehrheit begrüßt.

"So wird die Preisverantwortung von den verordnenden Ärzten genommen", heißt es darin. Es werde der Grundstein gelegt für eine Ablösung der Richtgrößenprüfung und ein Ende ständiger Regressdrohungen.

Das Konzept sieht vor, dass Ärzte in der Therapie künftig nur Wirkstoff, Dosierung und Dauer festlegen und der Apotheker das Medikament wählt.

Die KV-Vorsitzende Regina Feldmann warb dafür, diese Chance für Thüringen zu nutzen. Die Teilnahme der Ärzte bleibe freiwillig und ohne Mehraufwand.

Ablehnung in anderen Regionen

So positiv wie in Thüringen wurde das KBV-Vorhaben nicht überall aufgenommen - die KVen in Nordrhein und Hessen lehnten es unter anderem mit der Begründung ab, Apotheker dürften nicht zu "Mitbehandlern" werden.

In Thüringens Vertreterschaft herrschte vor allem Skepsis angesichts der Finanzierbarkeit des Modells. Hier sieht Feldmann jedoch die Krankenkassen in der Verantwortung - die deshalb auch strikt dagegen sind.

Die Bundesregierung kündigte bereits an, die Wirkstoffverordnung mit Produktauswahl durch den Apotheker zunächst maximal drei Jahre als Modellversuch testen zu wollen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kolumne „Hörsaalgeflüster“

Veränderung bedeutet nicht immer Verlust

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

S2e-Leitlinie aktualisiert

Auto fahren mit Diabetes: Auf diese Punkte sollten Ärzte hinweisen

Lesetipps
Pipetten mit Flüssigkeiten im Labor.

© Alican/stock.adobe.com

Hoffnung durch KI & Co?

Drei neue Strategien gegen Pankreaskrebs

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Die Pressekonferenz zum DKK 2026 mit zahlreichen Menschen auf dem Podium.

© Peter-Paul Weiler, berlin-event-foto.de

DKK 2026

Immuntherapie bei Krebs: Komplexe Kombinationen gefragt

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Blick in den Darm mit einem Krebsgeschwür.

© Juan Gärtner / stock.adobe.com

Gastrointestinale Tumoren

Magen-Darm-Krebs: Wirklich immer früher?

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe