Ärzte Zeitung, 26.04.2013

Arzneimittel

Register gibt Auskunft über Lieferengpässe

Zunächst freiwillig sollen Arzneimittelhersteller Lieferengpässe melden, so das Bundesgesundheitsministerium.

BONN. Ab Freitag gibt es ein Register auf der Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Auskunft über bestehende Lieferengpässe bei Arzneimitteln.

Damit will das Bundesgesundheitsministerium nach eigenen Angaben die Kommunikation zwischen den beteiligten Kreisen - Herstellern, Apothekern und Ärzten - erhöhen. In den vergangenen Monaten war es besonders bei Onkologika wiederholt zu Lieferengpässen gekommen.

Betroffen waren vor allem Kliniken. Die Meldungen erfolgen von Pharmaherstellern "zunächst auf freiwilliger Basis", so das BMG. Das Ministerium verfolge die Versorgungssituation aber "sehr aufmerksam" und prüfe, ob weitere Maßnahmen nötig seien, heißt es.

Vergleichbares Register in den USA

Als Lieferengpass gilt eine "voraussichtlich über zwei Wochen hinausgehende Unterbrechung der Arzneimittelauslieferung im üblichen Umfang".

Melden sollen Hersteller Lieferengpässe vor allem bei Onkologika, Antibiotika, Notfallarzneimitteln oder Arzneimitteln, die im Zusammenhang mit Operationen angewendet werden.

Ärzte und Apotheker sollen durch das Register in die Lage versetzt werden, kurzfristig, sofern möglich, auf Therapiealternativen auszuweichen.

Das BMG verweist darauf, dass ein vergleichbares Register in den USA dazu beitragen konnte, die Zahl der Versorgungsengpässe zu reduzieren.Hersteller und Großhändler sind in Deutschland nach Paragraf 52b Arzneimittelgesetz verpflichtet, zugelassene Medikamente kontinuierlich bereitzustellen. (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hausärzte und BZgA starten Aktion zur Organspende

Ärzte sind wichtige Ansprechpartner für die Menschen in Deutschland, wenn es um das Thema Organspende geht. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor. mehr »

Lindert eine Lichtdusche Rückenschmerzen?

In einer Pilotstudie fanden US-Forscher Hinweise, dass Licht subjektive Schmerzen lindert. Eine morgendliche Lichtdusche könnte gegen chronische Rückenschmerzen helfen. mehr »

VR-Brille anstatt Zigarette

Eine Virtual-Reality-Anwendung soll Raucher vom Glimmstängel wegbringen. Die Idee: Sie lernen virtuell ihren Raucher-Impuls zu kontrollieren. mehr »