Ärzte Zeitung online, 10.04.2017

Neuer EMA-Standort

Auch Saarland wirft Hut in den Ring

SAARBRÜCKEN. Mehrere Bundesländer machen sich Hoffnung, durch Ansiedlung der Europäischen Arzneimittelagentur EMA vom Brexit profitieren zu können. Nun hat auch das Saarland seinen Hut in den Ring geworfen.

Die Agentur hat ihren Sitz in London, muss aber wegen des Austritts Großbritanniens aus der EU in ein anderes Mitgliedsland umziehen. Es gibt bereits mehrere Bewerber. Für den Fall, dass Deutschland den Zuschlag erhalten sollte, haben auch Berlin, Hamburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen Interesse angemeldet. Wie die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann nun in einem Landtagsausschuss mitteilte, haben Mitarbeiter ihres Hauses bereits mehrere Gespräche mit dem Bundesministerium für Gesundheit geführt und für das Saarland geworben.

Bereits unmittelbar nach der Brexit-Abstimmung hatten der saarländische Europa-Abgeordnete Jo Leinen und die Europa-Union Saar ihr Bundesland als EMA-Standort ins Spiel gebracht. Die wichtigsten Argumente sind die zentrale Lage des Saarlands in Europa, die Nähe zu den EU-Behörden in Brüssel, Luxemburg und Straßburg sowie die unterdurchschnittliche Präsenz von Bundesbehörden. Die EMA hat rund 900 Beschäftigte und etwa 320 Millionen Euro Jahresbudget. (kud)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alzheimer-Anzeichen schon 25 Jahre vor Ausbruch

Die Alzheimer-Demenz kündigt sich in einigen Formen offenbar lange vor Krankheitsbeginn an. Das bringt Zeit, um die Erkrankung zu verhindern - womöglich sogar zwei Jahrzehnte. mehr »

Placebo ist nicht gleich Placebo

Ein Scheinmedikament zu verordnen, gilt manchen Ärzten als anrüchig - andere halten es für legitim. Bei vielen hängt es davon ab, woraus das spezielle Placebo besteht. mehr »

Wie Ärzte Hausbesuche richtig delegieren

Das EBM-Kapitel 38 macht den NäPA-Hausbesuch auch für Fachärzte interessant. Was abgerechnet werden darf, hängt nämlich entscheidend von der Qualifikation der Praxismitarbeiterin ab. mehr »