Ärzte Zeitung, 20.06.2016
 

Bundesausschuss

Beträchtlicher Zusatznutzen für Entresto®

BERLIN. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat am Donnerstag der Arzneimittelkombination Sacubitril/Valsartan (Entresto®) von Novartis einen Zusatznutzen zugesprochen. Für Patienten mit einer symptomatischen chronischen Herzinsuffizienz, die nicht gleichzeitig unter Diabetes leiden, sah der GBA einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen, für die kleinere Gruppe der Patienten, die zugleich Diabetiker sind, wurde ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen anerkannt. Auf der Basis des GBA-Beschlusses werden der Hersteller und der GKV-Spitzenverband nun Verhandlungen über einen Erstattungsbetrag führen.

Entresto® ist seit November 2015 zugelassen. "In der PARADIGM-HF-Studie und im Behandlungsalltag hat Entresto® eindrucksvoll seine Überlegenheit im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie mit ACE-Hemmern bewiesen", sagte Professor Lothar Färber, Medizinischer Direktor von Novartis in Reaktion auf die GBA-Entscheidung. "Diese größte jemals durchgeführte klinische Studie zur Herzinsuffizienz mit 8442 Teilnehmern zeigt die statistisch hochgradige und klinisch bedeutsame Überlegenheit von Entresto® im Vergleich zu Enalapril." (HL)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bariatrische Chirurgie rückt Bluthochdruck zu Leibe

Adipöse Hypertoniker konnten in einer Studie nach bariatrischer Chirurgie ihre antihypertensive Medikation reduzieren. Die Hälfte erreichte sogar eine Remission des Bluthochdrucks. mehr »

Droht uns jetzt eine Staatskrise?

Jamaika gescheitert, politisches Vakuum in Berlin. Am Beispiel der Gesundheitspolitik lässt sich zeigen, warum das noch keine Krise ist. mehr »

Das müssen Ärzte beim Impfen beachten

Allergische Reaktionen sind eine Kontraindikation für eine erneute Anwendung des Impfstoffs. Ist eine weitere Impfung dennoch nötig, sollten Ärzte diese Tipps beherzigen. mehr »