Ärzte Zeitung, 16.07.2014

KBV-Chef Gassen

Kliniköffnung ist untaugliches Rezept

BERLIN. KBV-Chef Dr. Andreas Gassen hat Vorschlägen von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zur Kliniköffnung in strukturschwachen Gebieten widersprochen. Dies sei ein "untaugliches Mittel, um eventuellem Arztmangel zu begegnen", sagte Gassen in einem Video der KBV.

Daten des ZI (Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung)zeigten, dass dort, wo die ambulante Versorgung schlecht ist, es auch "in den Krankenhäusern nicht viel besser aussieht". Die Öffnung von Kliniken wäre ein "kontraproduktives Signal" für Ärzte, die die Niederlassung in einer strukturschwachen Region erwägen.

Als Alternative nannte Gassen Filialpraxen oder etwa die Kooperation von Ärzten in einer von der Kommune bereitgestellten Immobilie."Im Einzelfall" könnten niedergelassene Ärzte auch mit einem Krankenhaus kooperieren.

In jedem Fall empfahl Gassen beim konkreten Vorgehen "viel Augenmaß". Pauschale Rezepte für die Öffnung von Kliniken seien nicht angezeigt. so Gassen. (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Spahn packt Großreform Notfallversorgung an

Gesundheitsminister Spahn stößt eine weitere Großreform an: Bis 2021 soll die Notfallversorgung neu aufgestellt sein. Dazu muss das Grundgesetz geändert werden. mehr »

Spahn will bessere Hilfsmittel-Versorgung

15:52 Uhr Ärger über Hilfsmittelausschreibungen der Kassen könnte bald Schnee von gestern sein. Ein Änderungsantrag zum TSVG beinhaltet offenbar ein Ausschreibungsverbot. mehr »

Marburger Bund fordert deutliche Arbeitsentlastung

14:27 Uhr Im Vorfeld der Tarifverhandlungen für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern hat der Marburger Bund seinen Forderungskatalog vorgestellt. mehr »