Ärzte Zeitung, 18.02.2015

Kinder- und Jugendärzte

Verband in Sorge um Kinderkliniken

BERLIN. Das Eckpunktepapier zur Krankenhausreform ignoriert das Dilemma der Kinderkliniken in Deutschland in gravierender Weise. Darauf weist die Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) hin.

Sie will daher die Politiker nochmals aufrütteln. "Kinder tauchen in diesem 24-seitigen Papier nirgends auf. Sie aber hätten die politische Unterstützung dringend gebraucht, denn ihre Versorgung im Krankheitsfall ist ernsthaft gefährdet," so die DGKJ in einer Pressemitteilung.

Zahlreiche Kinderkliniken befinden sich in Existenznot, weil sie strukturell zu den Verlierern dieses Systems zählen. Die Politik scheint diese Notlage komplett zu ignorieren."

Die DGKJ setzt sich seit Monaten für die gesetzliche Berücksichtigung der Sondersituation der Kinderkliniken ein, die ohne einen Sicherstellungszuschlag keine Aussicht auf dauerhaften Bestand haben werden.

Unter anderem mit der Kampagne "Rettet die Kinderstation" wurde versucht, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. (ras)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Herpes-Viren unter Alzheimerverdacht

Die Virus-Hypothese erhält neue Nahrung: Eine immunschwächende Aktivität der Herpesviren könnte Alzheimer befeuern, so eine Studie. mehr »

Das alles muss das Verarbeitungsverzeichnis enthalten

Zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung müssen Arztpraxen ein "Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten" anlegen. Was darin alles aufgeführt werden muss, fassen zwei Medizinrechtler zusammen. mehr »

Übermüdete Teens oft adipös und hyperton

Sowohl zu kurzer als auch schlechter Schlaf erhöht bei Jugendlichen das kardiometabolische Risiko. In der bisher größten Studie zum Thema wirkten sich entsprechende Defizite negativ auf Taillenumfang, Blutdruck und Lipide aus. mehr »