Ärzte Zeitung, 07.12.2015

Bedarfsplanung

Bayern teilt Mittelbereiche

Um wohnortnahe Versorgung zu gewährleisten, organisiert die KV Bayerns 21 Planungsbereiche neu.

MÜNCHEN. Die Bedarfsplanung bei Hausärzten soll sich in Bayern noch stärker an den regionalen Bedingungen des Flächenlandes ausrichten. Darauf haben sich die KV Bayerns (KVB) und die Kassen verständigt.

Durch die Fortschreibung der Bedarfsplanung, die Ende November vom Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in Bayern beraten wurde, werden nun zahlreiche Mittelbereiche geteilt. Damit sei es möglich, die hausärztliche Versorgung wohnortnah zu gestalten und die Niederlassungsmöglichkeiten besser zu steuern, teilte die KVB mit.

Insgesamt wurden 21 Planungsbereiche für die hausärztliche Versorgung geteilt. Im Einzelnen sind dies: Bamberg, Bayreuth, Landshut, Rosenheim, Bad Neustadt an der Saale, Hof, Kulmbach, Neustadt an der Aisch, Weiden in der Oberpfalz, Amberg, Schwandorf, Cham, Straubing, Passau, Regen/Zwiesel, Deggendorf/Plattling, Traunstein, Freising, Augsburg, Würzburg und Regensburg.

Die Fortschreibung kann allerdings erst in Kraft treten, wenn das Bayerische Gesundheitsministerium keine Einwände hat. Noch keine Einigung gibt es für die Teilung der Mittelbereiche in der Metropolregion Nürnberg/Fürth/Erlangen.

Neu festgestellt wurde eine drohende Unterversorgung bei den Hausärzten in den Planungsbereichen Eggenfelden-Nord und Lohr am Main sowie bei den HNO-Ärzten im Landkreis Lichtenfels und bei den Kinder- und Jugendpsychiatern in der Raumordnungsregion Oberfranken-Ost. Wenn das bayerische Gesundheitsministerium die Beschlüsse nicht beanstandet, kann die KVB in diesen Planungsbereichen finanzielle Fördermaßnahmen ausschreiben, um Ärzte dort für die ambulante Versorgung zu gewinnen.

Seit Anfang 2014 wurden bayernweit bereits Fördergelder von mehr als 2,6 Millionen Euro aus dem von den Krankenkassen und der KVB eingerichteten Strukturfonds für Fördermaßnahmen in unterversorgten und drohend unterversorgten Planungsbereichen bewilligt. (sto)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Milliarden für die Versicherten – Kassen bleiben skeptisch

Erster Aufschlag des neuen Gesundheitsministers: Jens Spahn will gesetzlich Versicherte per Gesetz entlasten. Aus Richtung Kassen weht scharfer Gegenwind. mehr »

Mikroben – Heimliche Heiler

Jede zweite Zelle in und auf uns gehört einer Mikrobe. Durch die erfolgreiche Behandlung mit fäkalen Mikrobiota, etwa bei Autismus, hat die Mikrobiomforschung an Fahrt gewonnen. mehr »

Junge Besucher waren "Verjüngerungskur für DGIM"

Die "Ärzte Zeitung" hat den letzten DGIM-Kongresstag mit der Kamera begleitet. Tagungspräsident Sieber hat uns dabei Rede und Antwort gestanden - und erzählt, was ihn in den Tagen begeistert hat. mehr »