Ärzte Zeitung, 26.05.2016

Masterplan

Skepsis bei Landarztquote

Ärztetag will zum Masterplan Medizinstudium Stellung nehmen. Im Fokus: die Allgemeinmedizin.

HAMBURG. Der Deutsche Ärztetag nimmt Stellung zu dem von der Koalition geplanten Reform Masterplan Medizinstudium 2020. Nach Redaktionsschluss wollten die Delegierten am Mittwochnachmittag über mehrere Anträge abstimmen.

In einem Entschließungsantrag von Delegierten der Kammer Nordrhein werden unter anderem stärkere Ausbildungsmöglichkeiten im ambulanten Sektor sowie "freiwillige Anreizsysteme" gefordert, um das Wahlfach Allgemeinmedizin zu unterstützen. Von einem Pflichtquartal Allgemeinmedizin ist dort ausdrücklich nicht die Rede. Noch deutlicher fällt die Ablehnung eines solchen Instruments in einem Antrag von Dr. Andreas Botzlar (Bayern) und Kollegen aus. Darin wird davor gewarnt, den "Fokus ausschließlich auf die landärztliche Versorgung und ihre Versorgungsengpässe" zu richten. Zu einem guten Arzt würden angehende Mediziner "nicht durch verpflichtende Abschnitte in der Allgemeinmedizin", sondern durch eine breit gefächerte Ausbildung.

Auch in einem weiteren Antrag der gleichen Delegiertengruppe wird dafür plädiert, die Zulassung zum Medizinstudium müsse in einem "von Versorgungsgesichtspunkten vollständig unabhängigen Auswahlverfahren" erfolgen.

Die "Ärzte Zeitung" berichtet in ihrer Ausgabe am Freitag über die Debatte und den Ausgang der Abstimmungen. (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Hausarztverträge im Visier des BVA

Das Bundesversicherungsamt duldet Chronikerpauschalen in bisheriger Form nicht mehr. Bis Ende August müssen Kassen Verträge anpassen. Hausärzte-Chef Weigeldt ist vergrätzt. mehr »

Reiseimpfungen – Welcher Schutz ist nötig?

Egal, wohin die Reise geht, die Basisimpfungen sollten vorhanden sein. Doch auch 2018 gibt es für einige Länder spezielle Empfehlungen. mehr »

IQWiG hinterfragt Darmkrebs-Screening

Der aktuelle Rapid Report des IQWiG kommt ebenso wie der Abschlussbericht von 2013 zu dem Fazit: Der Nutzen des Screenings bei unter 55-Jährigen mit einem familiären Risiko für Darmkrebs ist unklar. mehr »