Ärzte Zeitung, 10.07.2009

Nordrhein-Westfalen startet Programm für Hausärzte

KÖLN (iss). Das nordrhein-westfälische Kabinett hat ein Aktionsprogramm zur Stärkung der hausärztlichen Medizin und Versorgung verabschiedet.

Ziel der von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) eingebrachten Initiative ist es, mehr junge Menschen für den Hausarztberuf zu begeistern und die Niederlassung in ländlichen Regionen wieder attraktiver zu machen.

"Gut ein Drittel der Hausärzte in Nordrhein-Westfalen werden in den kommenden zehn Jahren aus Altersgründen ihre Praxis aufgeben und wohl keinen Nachfolger finden. Hier müssen wir vorsorglich gegensteuern", sagt Laumann. Für die Maßnahmen sind jeweils 1,5 Millionen Euro für 2009 und 2010 eingeplant. Dazu zählen Niederlassungsanreize durch nicht rückzahlbare Zuschüsse, Stipendien für Weiterbildungsassistenten in kritischen Gebieten, mehr Medizin-Studienplätze und zusätzliche Lehrstühle für die Allgemeinmedizin. Aus Landesmitteln soll eine Stiftungsprofessur finanziert werden.

Darüber hinaus führe die Regierung Gespräche mit privaten Geldgebern für zwei weitere Professuren, so Pinkwart. Der Beruf des niedergelassenen Arztes müsse wieder attraktiver werden, fordert der Wissenschaftsminister. "Hier stehen die Bundesregierung, die Kassen und die KVen in der Pflicht, zum Beispiel durch eine Nachbesserung der Honorarordnung für Hausärzte."

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Darum will Maria Rehborn unbedingt Landärztin werden

Studentin Maria Rehborn möchte Landärztin werden in den Bergen werden – ein Portrait. mehr »

Welches Wasser in die Nasendusche?

In unserem Trinkwasser tummeln sich viele Erreger. Forscher haben nun getestet, mit welcher Methode Nasenduschen-Wasser behandelt werden sollte, um diese abzutöten. mehr »

Die Rückkehr des Badearztes

Eine Medizinerin bringt die Region Wiesbaden ins Schwitzen: als einzige Badeärztin der Gegend. Der "Ärzte Zeitung" erklärt sie, warum sie Treppen steigen lässt statt eines EKGs – und wie sie 75 Patienten an ihrer Zunge erkannte. mehr »