Ärzte Zeitung, 17.07.2009

BMG: Keine Reform der Honorarreform!

BERLIN (ami). Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat die Forderungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) nach Änderungen an den gesetzlichen Bestimmungen zur Honorarverteilung zurückgewiesen.

"Alle Vergütungsregeln im Gesetz sind mit der KBV abgesprochen. Die Pauschalierung war ausdrücklich gefordert", sagte Franz Knieps, Abteilungsleiter Gesundheitsversorgung und Krankenversicherung im BMG. Mit der Pauschalierung sollte laut Knieps eine Vergleichbarkeit der Vergütung der Fachärzte geschaffen werden, egal ob sie ambulant oder stationär tätig seien. KBV-Chef Dr. Andreas Köhler dagegen hatte insbesondere die Pauschalierung wiederholt als politische Vorgabe kritisiert, der sich die KBV habe beugen müssen. Zuletzt forderte er die Rückkehr zur Einzelleistungsvergütung (wir berichteten).

Auch die Wahl-Forderung der KBV nach einer gesetzlichen Regelung, die eine Orientierung der Vergütung an Qualitätskriterien ermöglicht, wies Knieps als überflüssig zurück. "Pay for Performance ist schon heute möglich", sagte er. Er verwies darauf, dass mit der Pflegereform auf Betreiben einer Kassenärztlichen Vereinigung die Möglichkeit geschaffen worden sei, dass Qualitätsindikatoren für die Honorierung herangezogen werden könnten. "Dazu braucht man kein Gesetz", sagte Knieps.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wirkstoff zum Cannabis-Entzug

Die Blockade der Fettsäureamid-Hydrolase reduziert Symptome beim Cannabis-Entzug. Mit einem Hydrolasehemmer senkten Abstinenzwillige den Konsum um fast 70 Prozent. mehr »

Arzt und Kämpfer gegen sexuelle Gewalt

Die Gewinner der Nobelpreise haben am Montag ihre Auszeichnungen entgegengenommen. Besondere Aufmerksamkeit erlangte dabei der Arzt Denis Mukwege, Träger des Friedensnobelpreises. mehr »

TI-Anschluss verweigern und dann klagen

An den Konnektoren scheiden sich die Geister. Medi-Vorstand Dr. Werner Baumgärtner sucht jetzt die juristische Auseinandersetzung. Sein Ziel: Sicherheitslücken in den Geräten feststellen zu lassen. mehr »