Ärzte Zeitung, 12.08.2009

IQWiG-Chef kritisiert Priorisierungsdebatte

BERLIN/KÖLN (hom). Der Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit Professor Peter Sawicki hat die Priorisierungsdebatte der Bundesärztekammer kritisiert.

Diese fordere "als Rationierung (die sie Priorisierung nennen) einen Ausschluss bestimmter medizinischer Leistungen auch dann, wenn keine zweckmäßigen Alternativen zur Verfügung stehen", schreibt Sawicki in einem Beitrag für die "FAZ". Zudem solle dieser Ausschluss nach der "Methode des Schuldprinzips" erfolgen. Das könne etwa zur Folge haben, dass die GKV Insulinkosten für übergewichtige Diabetiker nicht mehr zahle, so Sawicki.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

"Die Haltung der Kassen ist irrational"

Die Vertragsärzte kauen schwer am schwachen Ergebnis der Honorarverhandlungen für 2018. Es sei fraglich, ob der aktuelle Mechanismus auf Dauer ein geeignetes Preisfindungsinstrument sei, so KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »