Ärzte Zeitung, 14.12.2010

Kammer sieht in Reformen "keinen großen Wurf"

FRANKFURT/MAIN (ine). Unzufrieden mit der Gesundheitsreform ist die Spitze der Landesärztekammer Hessen. Der Regierung sei "kein großer Wurf" gelungen, so Kammerpräsident Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach. Er sprach auf der Delegiertenversammlung in Bad Nauheim von einem "Reförmchen".

Das Grundproblem einer bedarfsgerechten Balance zwischen maximal möglicher medizinischer und volkswirtschaftlich finanzierbarer Versorgung habe die Regierung nicht gelöst. Eine besonders bittere Medizin sei die Preisdeckelung für Krankenhäuser und der Vergütungsabschlag für Mehrleistungen.

Kritik übte der Kammerchef auch am Arzneimittelgesetz AMNOG. Die frühe Nutzenbewertung zur Festlegung von Medikamentenpreisen sei im Grunde zwar richtig, mache jedoch keinen Sinn, wenn die dafür nötigen Studien von der Industrie selbst kommen. Ärzte könnten damit nicht sicher sein, dass die Bewertung eines Medikamentes auf objektiven Kriterien beruht.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (19908)
Organisationen
ÄK Hessen (348)
Personen
Gottfried Von Knoblauch (127)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Welcher Sport tut den Gefäßen gut?

Sportliche Menschen scheinen anfälliger für atherosklerotische Koronarveränderungen zu sein als faulere. Neue Studiendaten legen nahe, dass dabei die Sportart von Bedeutung ist. mehr »

Bald Bluttest auf Brustkrebs?

Forscher an der Universität Heidelberg haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sich über einen Bluttest Brustkrebs leichter erkennen lässt. Die Sensitivität wird mit 75 Prozent angegeben. mehr »

Wie Fitness das Alter beeinflusst

„Man ist so alt, wie man sich fühlt“, sagt der Volksmund. US-Forscher bestätigen dies in einer Studie: Sie haben mit einem Belastungstest das physiologische Alter von Patienten ermittelt. mehr »