Ärzte Zeitung, 10.07.2011

Meldepflicht für Borreliose im Saarland

SAARBRÜCKEN (kin). Das Saarland führt eine Meldepflicht für Borreliose ein. Eine entsprechende Verordnung hat jetzt die saarländische Landesregierung beschlossen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Saarbrücken ist das Saarland neben Rheinland-Pfalz das erste westliche Bundesland, das eine solche Meldepflicht einführt. In den fünf ostdeutschen Bundesländern würden solche Daten schon seit 1991 an das Robert-Koch-Institut übermittelt.

"Für das Saarland liegen keine verlässlichen Zahlen bezüglich der Häufigkeit von Borreliose-Erkrankungen vor", sagte der saarländische Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP) zur Begründung. "Die Meldepflicht soll helfen, zukünftig an detaillierte Zahlen zu gelangen".

Weiteres Ziel sei es, potenzielle Risiko-Gebiete näher zu identifizieren, um die Prävention zu verbessern. In Deutschland erkranken nach Angaben des Saar-Gesundheitsministeriums schätzungsweise 0,3 bis 1,4 Prozent der Menschen, die von einer Zecke gebissen werden, an einer Lyme-Borreliose.

[17.07.2011, 20:47:17]
Dr. Michael Dörr 
Zeckenalarm !?
Immer wieder interessant ist die Diskussion um die Methode der Entfernung der Zecke. Im oder gegen den Uhrzeigersinn, mit Klebstoff, Öl oder ohne ?
Derzeitig heißt die klare Empfehlung: Entfernung mit einem geeigneten Hilfsmittel (Zeckenzange oder Karte) senkrecht aus der Haut.
Mehr unter dem Titel "Zeckenalarm" als Podcast unseres Gesundheitsamtes, erreichbar unter: http://www.rhein-kreis-neuss.de/podcast.

MfG
M. Dörr zum Beitrag »

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