Ärzte Zeitung, 13.10.2011

Hessen plant Paket zur Stärkung von Landärzten

WIESBADEN (ine). Hessen will in den nächsten Wochen ein Maßnahmenbündel vorstellen, um die ärztliche Versorgung in ländlichen Regionen zu stärken.

Der Hessische Pakt zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung befasst sich mit Themen wie Aus-, Fort- und Weiterbildung, vertrags- und vergütungsrechtlichen Anreizen und neuen Kooperationsformen.

Wie die Vereinbarung im Detail aussehen wird, dazu wollte sich das Sozialministerium auf Anfrage der "Ärzte Zeitung" nicht äußern. In den Arbeitsgruppen sind Körperschaften wie Ärztekammer und KV vertreten, aber auch Kommunale Spitzenverbände und die gesetzlichen Krankenkassen. Ziel ist, für die verschiedenen Regionen passgenaue Maßnahmen anbieten zu können.

Sozialminister Stefan Grüttner erklärte nach dem Besuch einer hausärztlichen Gemeinschaftspraxis am Mittwoch im Kreis Fulda, der Termin habe bestätigt, "dass die Überlastung von Hausärzten besonders im ländlichen Raum bereits Praxisalltag ist".

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[15.10.2011, 18:23:42]
Dr. Harry Domack 
Hessen will Landärzte stärken
ohne deutlich bessere Vergütung für die anstrengende Arbeit wird kein Landarzt das gefühl haben, daß man ihn schätzt.
Damit ist nicht 1 oder 2 % Punkte mehr gemeint, sondern eine ordentlicher Fall-Richtwert von mindestens 90 Euro und eine Hausbesuchsvergütung die effektiv mindesten 250 Euro + Fahrtkosten 1,80 euro pro Kilometer pro Stunde erbringt - wie in anderen vergleichbaren aufwendigen studiengängen.

Sonst gilt: Ohne Monetik keine Ethik- vor allem keine Fortsetzung der 30 jährigen Ausbeutung von Ärzten.
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