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Missbrauch: Diagnose-Leitfaden hilft Ärzten

MÜNCHEN (sto). Einen Leitfaden, der Ärzten die Diagnose von körperlicher Misshandlung oder sexuellem Missbrauch bei Kindern erleichtern soll, hat Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) vorgestellt.

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Der Leitfaden wurde vom Familienministerium zusammen mit Experten aus der Gesundheits- und Jugendhilfe und Rechtsmedizinern der Universität München erstellt.

Der Leitfaden "Gewalt gegen Kinder und Jugendliche - Erkennen und Handeln" enthält auf über 160 Seiten Symptombeschreibungen mit Empfehlungen aus der Praxis und berücksichtigt aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse.

Zudem werden Rechtsgrundlagen zum Kinderschutz erläutert und kommentiert. Der Leitfaden ist abrufbar unter www.aerzteleitfaden.bayern.de.

Nach Angaben der Techniker Krankenkassen waren in Bayern im vergangenen Jahr 3867 Minderjährige Opfer von Gewalt. 1688 Kinder und 75 Jugendliche wurden sexuell missbraucht.

Wegen Vernachlässigung nahm das Jugendamt im vergangenen Jahr 434 Kinder und Jugendliche in Obhut. Wie hoch die Dunkelziffer ist, können nach Angaben der Krankenkasse selbst Fachleute nur schwer schätzen.

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