Ärzte Zeitung, 22.01.2013

Hessen

Kammer verlangt Ende der Korruptionsdebatte

FRANKFURT/MAIN. Die Landesärztekammer Hessen fordert die Krankenkassen auf, die Kampagne zur Korruption in der Ärzteschaft zu beenden.

"Der unseriöse Versuch, die Ärzteschaft unter Generalverdacht zu stellen, scheint daher darauf angelegt zu sein, das Vertrauensverhältnis zwischen Ärzten und Patienten zu beschädigen", erklärte Kammerpräsident Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach in einer Mitteilung.

Natürlich sei "jeder Fall von Abrechnungsbetrug einer zu viel und muss auf der Grundlage der Berufsordnung von der Ärztekammer verfolgt werden", so zu Hatzbach weiter.

"Doch die überwiegende Mehrheit der Ärztinnen und Ärzte ist unbescholten" und setze sich trotz schwieriger beruflicher Rahmenbedingungen täglich für ihre Patienten ein. "Außerdem: nicht jeder Fall von nicht korrekter Abrechnung ist ein Betrug. Hierzu bedarf es eines Vorsatzes." (bee)

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