Ärzte Zeitung, 11.02.2013

Lohmann

Abschaffung der Chefarzt-Boni ist unsinnig

HAMBURG. Professor Heinz Lohmann, einer der prominentesten Krankenhausexperten in Deutschland, übt scharfe Kritik am Verbot von Chefarzt-Boni, die primär an wirtschaftliche Kenngrößen anknüpfen.

"Wer das Leistungsprinzip bei Krankenhausärzten außer Kraft setzt, fördert das Bemühen einiger Standesvertreter, das eindeutige Fehlverhalten von Berufskollegen bei Manipulationen der Warteliste von Organtransplantationen zu nutzen, um aus der gesellschaftlichen Verantwortung beim Umgang mit knappen Ressourcen auszusteigen", sagte er.

Die gesetzlich beschlossene Regelung sei der untaugliche Versuch, die Zeit zurückzudrehen.

Lohmann: "Das Motto darf nicht lauten: Ärzte sind für die feine Medizin zuständig, Manager für das miese Geld." (HL)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können auch das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »

Liebe überwindet geistige Behinderung

Eine Anlaufstelle in Mainz kümmert sich, wenn Menschen mit geistiger Behinderung wegen unerfüllter Sehnsucht nach Lust und Liebe das Herz schwer ist. Anfragen kommen aus ganz Deutschland. Trotzdem droht die Schließung. mehr »

Putzen schadet der Lunge ähnlich wie Rauchen

Schlechte Nachrichten für Sauberkeitsfans: Wer regelmäßig Reinigungsmittel benutzt, schadet seiner Lunge so, als ob man jahrelang raucht. Diesen Effekt fanden Forscher aber nur bei Frauen – doch sie haben dafür eine Erklärung. mehr »