Ärzte Zeitung, 21.05.2013

Thüringen

Honorarstreit kommt vors Schiedsamt

ERFURT. Am Freitag, 24. Mai, entscheidet das Schiedsamt über den schwelenden Honorarstreit in Thüringen.

Parallel liefen die Verhandlungen von KV und Krankenkassen zwar dem Vernehmen nach in konstruktiver Atmosphäre weiter. Bei der Honorarsteigerung kamen sie jedoch auf keinen Nenner.

Der Thüringer Hartmannbund gab der KV in einem offenen Brief Rückendeckung.

"Die Zahlen aus dem dritten Quartal 2012 belegen, dass es in der Gruppe der Fachärzte nicht möglich war, die zugesicherte Mindestmenge von 65 Prozent in Höhe des Orientierungspunktwertes von 3,5 Cent pro Punkt zu honorieren", schreibt der stellvertretende Vorsitzende Jörg Müller, in Gera niedergelassener Augenarzt.

Dies spreche eindeutig für die Unterfinanzierung der Fachärzte, wenn selbst die zugesicherte Mindestmenge unterschritten werde.

Der Hartmannbund fordert daher, den Basiswert auf eine solide und realistische Grundlage zu stellen und mit einer entsprechenden Finanzierung auf Kassenseite zu unterfüttern. (rbü)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nicht immer geht's sofort zum Arzt

20- bis 50-jährige Patienten in Deutschland sind offenbar leidensfähig. Denn sie verschieben den Arztbesuch oft um Wochen oder Jahre, obwohl sie Beschwerden haben. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

15:57 Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen. mehr »

Bei Meniskusriss nicht vorschnell operieren

Ärzte sollten bei Meniskusrissen nicht gleich eine arthroskopische Operation einleiten. Oft kommen Betroffene auch mit Gymnastik und Physiotherapie zum Ziel. mehr »