Ärzte Zeitung, 24.05.2013
 

Freie Ärzteschaft

Präsident behandelt nur noch privat

KÖLN. Der Vorsitzende der Freien Ärzteschaft, Wieland Dietrich, zieht einen Schlussstrich unter seine vertragsärztliche Tätigkeit.

Der Hautarzt gibt zum 30. Juni seine Kassenzulassung zurück und behandelt danach in seiner Praxis nur noch Privat- und Berufsgenossenschaftspatienten.

Der Schritt erfolge nach reiflicher Überlegung, sagt er der "Ärzte Zeitung". "Die ständige Mangelverwaltung, die Fremdbestimmung und die Selbstausbeutung sind für mich keine Option mehr."

Zu den wirtschaftlichen Bedingungen der Vertragsärzte sei keine anständige medizinische Versorgung der Patienten mehr möglich, sagt Dietrich. "Hinzu kommen die steigenden bürokratischen Belastungen."

Dietrich scheidet aus der Vertreterversammlung der KV Nordrhein aus, bleibt aber in der Kammerversammlung.

Den Kontakt zur vertragsärztlichen Realität werde er nicht verlieren, betont er. Dietrich arbeitet in einer Partnergesellschaft mit einer Kollegin, die Vertragsärztin bleibt. (iss)

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (18129)
Organisationen
KV Nordrhein (1060)
Personen
Wieland Dietrich (45)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

"Super Mario" hält Senioren geistig fit

3D-Computerspiele trainieren die räumliche Orientierung älterer Menschen - und schützen einer Studie zufolge vor Demenz. mehr »

Bei PKV und GKV sind viele Optionen möglich

16.30 hEine Bürgerversicherung "pur" wird es mit der Union nicht geben. Für Veränderungen im Versicherungssystem zeigen sich CDU/CSU aber offen. mehr »

Mehr Qualität beim Ultraschall nötig

Bei Diagnosen im Bauchraum erreicht ein nicht ausreichend qualifizierter Arzt nur eine geringe Treffsicherheit. Anlass für die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin für klare Qualitätsregelungen zu plädieren. mehr »