Ärzte Zeitung, 16.04.2014

Mecklenburg-Vorpommern

Hausärzte für sanfte Reform am KV-System

SCHWERIN. Mecklenburg-Vorpommerns Hausärzteverband pocht auf Strukturveränderungen in den Kassenärztlichen Vereinigungen, gab zugleich aber ein klares Bekenntnis zu den Körperschaften ab.

Der heutige Stand der medizin-ischen Betreuung in Deutschland sei ohne das KV-System undenkbar, teilte der Verband nach einer Klausurtagung mit. Allerdings hätten konkurrierende Vertragsmodelle etwa zur hausärztlichen Versorgung dazu beigetragen, verkrustete Strukturen aufzubrechen.

Klare Vorstellungen hat der Verband zu den aus seiner Sicht erforderlichen Veränderungen. Hierzu verständigte sich die Delegiertenversammlung auf folgende Forderungen an die Politik:

In die KBV- und KV-Vertreterversammlungen sollen nur noch Ärzte und Psychotherapeuten gewählt werden, um den "notwendigen Basisbezug" zu gewährleisten.

Die Versammlungen sollen künftig paritätisch zwischen den Hausärzten auf der einen und den Fachärzten und Psychotherapeuten auf der anderen Seite zusammengesetzt sein. Die Vertreter sollen getrennt gewählt werden.

Die Vertreter dieser Versorgungsbereiche diskutieren gemeinsam, entscheiden aber getrennt über die sie betreffenden Fragen, wie etwa zuständiges Vorstandsmitglied, Gremienbesetzung, EBM und Ausrichtung der Honorarverhandlungen. (di)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ärzte gehen auf Gegenkurs zu Schokoriegel und Cola

Pädiater sind alarmiert: Adipositas bei Kindern wird zunehmend zu einem sozialen Problem. Jetzt setzen sie ihre eigene Agenda und gehen auf Distanz zur Ernährungsindustrie. mehr »

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt ältere Menschen nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Dieses überraschende Ergebnis offenbart die ASPREE-Studie. mehr »

Doktor THC und Mister Cannabidiol

Cannabis steht im Verdacht, Psychosen durch den Wirkstoff THC auszulösen. Die Pflanze enthält aber auch antipsychotische Substanzen, die die Hirnfunktion in kritischen Bereichen normalisiert. mehr »