Ärzte Zeitung, 03.06.2016

Gröhe

Reform des Pflege-TÜVs nicht verzögern!

BERLIN. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat Pflegekassen und Heimbetreiber aufgefordert, den angestrebten Zeitplan für eine Reform des Pflege-TÜVs nicht zu verzögern.

"Wir brauchen endlich einen Pflege-TÜV, der seinen Namen auch verdient", sagte Gröhe den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" (Freitag). "Deshalb machen wir Druck, damit die Pflegeselbstverwaltung den Fahrplan strikt einhält."

Am Mittwoch nimmt der neue Pflege-Qualitätsausschuss seine Arbeit auf. Bis Ende nächsten Jahres müssen Pflegekassen und Einrichtungsträger in Abstimmung mit Vertretern der Pflegebedürftigen und der Pflegeberufe ein wissenschaftliches Verfahren zur Qualitätsmessung vorlegen.

Ab 2018 soll der neue Pflege-TÜV für die stationäre, ab 2019 auch für die ambulante Pflege gelten.Gröhe sagte weiter: "Nötig ist ein Neustart, keine Behelfslösung." Es reiche nicht aus, alte Bewertungskriterien neu zu gewichten.

"Pflegebedürftige und ihre Angehörigen brauchen gut verständliche und belastbare Informationen, an denen sie die Qualität von Pflege und Betreuung festmachen und vergleichen können." (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weniger Kardiologen = mehr Herztote?

In Bundesländern mit weniger niedergelassenen Kardiologen sterben mehr Patienten an Herzerkrankungen, so der aktuelle Herzbericht. mehr »

Fehlerquelle Datenschutzerklärung

Die meisten Praxis-Websites von Haus- und Fachärzten erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen. Das legt eine aktuelle Studie nah. mehr »

Nach einem Hörsturz ist das Schlaganfallrisiko erhöht

Nach einem Hörsturz haben Patienten ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. In einer südkoreanischen Studie war dies kontinuierlich über einen elfjährigen Nachbeobachtungszeitraum festzustellen. mehr »