Ärzte Zeitung online, 16.02.2017

Gesetzentwurf

Kabinett will Vorschriften zur Gewebezubereitung ändern

BERLIN. Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der die Vorschriften für Blut- und Gewebezubereitungen aktualisiert. Der Entwurf ändert auch Arzneimittelvorschriften für neuartige Therapien (ATMP) wie Zell- und Gentherapeutika. Mit dem Gesetz will das Kabinett die Genehmigungsverfahren in dem Bereich vereinfachen: Anstatt mehrerer Behörden entscheidet künftig alleine das Paul-Ehrlich-Institut über Genehmigungen.

Außerdem erhalten Patienten nach den Plänen bei Versorgungsengpässen einfacher Zugang zu Gewebezubereitungen aus dem EU-Ausland. Zudem wird das Deutsche Hämophilieregister gesetzlich verankert. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) glaubt, dass dadurch "Menschen mit Blutgerinnungsstörungen noch besser und sicherer versorgt werden". Das Gesetz soll im August 2017 in Kraft treten. (ajo)

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (18761)
Recht (12565)
Organisationen
PEI (506)
Personen
Hermann Gröhe (1086)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Ausreichend Folsäure schützt Hypertoniker vor Schlaganfall

Bestimmte Hypertoniker sollten auf eine gute Folsäureversorgung achten. Dadurch können sie ihr Schlaganfallrisiko deutlich senken. mehr »

Feinsinnige Geister und Antisemiten

Ein neues Buch beleuchtet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin während des Nationalsozialismus. Am Fallbeispiel Emil von Bergmann erkennen Leser, wie zwiegespalten die DGIM-Mitglieder waren. mehr »

Saunieren schützt vor Schlaganfall

Möglicherweise beugt häufiges Saunieren Hirninfarkten vor. In einer finnischen Studie war die Schlaganfallrate bei Saunafans um 60 Prozent reduziert - dafür mussten Saunagänger aber einen Faktor beherzigen. mehr »