Ärzte Zeitung online, 04.04.2017

Junge Ärzte

Was wirklich in der Praxis passiert

Dem Nachwuchs eine Stimme geben will der Hausärzteverband Westfalen-Lippe mit seiner Auftaktveranstaltung zum Hausärztetag.

Köln. Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe sucht den Kontakt zum ärztlichen Nachwuchs. Er will Medizinstudierenden und Ärzten in Weiterbildung die Vorzüge der Allgemeinmedizin aufzeigen und gleichzeitig mit ihnen ins Gespräch kommen. Unter dem Motto "Nachwuchsinitiative Allgemeinmedizin – Zukunft Praxis" widmet der Verband dem jungen Publikum den Auftakt seines über drei Tage laufenden Westfälisch-Lippischen Hausärztetags vom 6. bis 9. April in Münster. Die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) hat die Schirmherrschaft übernommen.

"Wir wollen den Nachwuchs kennenlernen und ihm die Hausarzt-Medizin schmackhaft machen", sagt die Verbandsvorsitzende Anke Richter der "Ärzte Zeitung". Nach wie vor gebe es bei vielen Studierenden sowie Ärzten in Weiterbildung eine erschreckende Unkenntnis über die Allgemeinmedizin und das, was Hausärzte in ihrer täglichen Praxis leisten. "Wir versuchen, mit Vorurteilen aufzuräumen und ein möglichst realistisches Bild zu vermitteln", erläutert sie. Gerade die Studierenden sollen erfahren, wie kreativ, anspruchsvoll und vielseitig die Arbeit des Hausarztes ist.

Das ist nicht nur für diejenigen wichtig, die später als Hausärzte arbeiten wollen, findet Richter. "Auch Fachärzte sollten über das informiert sein, was in der Hausarzt-Medizin passiert."

Mit der Veranstaltung am Donnerstagabend will der Hausärzteverband Interessierten deshalb einen Einblick in die Praxis geben und sie gleichzeitig über wichtige Aspekte der Niederlassung und der Weiterbildung informieren. Die Veranstaltung findet zum zweiten Mal statt. Bei seiner Premiere im vergangenen Jahr ist das Angebot auf eine gute Resonanz bei der Zielgruppe gestoßen.

In diesem Jahr berichtet ein Medizinstudent über seinen Weg in die Allgemeinmedizin. "Wir wollen nicht nur über den medizinischen Nachwuchs sprechen, sondern mit ihm, und ihm auch eine Stimme geben", betont Richter, die als hausärztliche Internistin in Bad Oeynhausen arbeitet. (iss)

Weitere Informationen:

http://tinyurl.com/kdz2twt

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