Junge Ärzte

Was wirklich in der Praxis passiert

Dem Nachwuchs eine Stimme geben will der Hausärzteverband Westfalen-Lippe mit seiner Auftaktveranstaltung zum Hausärztetag.

Veröffentlicht:

Köln. Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe sucht den Kontakt zum ärztlichen Nachwuchs. Er will Medizinstudierenden und Ärzten in Weiterbildung die Vorzüge der Allgemeinmedizin aufzeigen und gleichzeitig mit ihnen ins Gespräch kommen. Unter dem Motto "Nachwuchsinitiative Allgemeinmedizin – Zukunft Praxis" widmet der Verband dem jungen Publikum den Auftakt seines über drei Tage laufenden Westfälisch-Lippischen Hausärztetags vom 6. bis 9. April in Münster. Die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) hat die Schirmherrschaft übernommen.

"Wir wollen den Nachwuchs kennenlernen und ihm die Hausarzt-Medizin schmackhaft machen", sagt die Verbandsvorsitzende Anke Richter der "Ärzte Zeitung". Nach wie vor gebe es bei vielen Studierenden sowie Ärzten in Weiterbildung eine erschreckende Unkenntnis über die Allgemeinmedizin und das, was Hausärzte in ihrer täglichen Praxis leisten. "Wir versuchen, mit Vorurteilen aufzuräumen und ein möglichst realistisches Bild zu vermitteln", erläutert sie. Gerade die Studierenden sollen erfahren, wie kreativ, anspruchsvoll und vielseitig die Arbeit des Hausarztes ist.

Das ist nicht nur für diejenigen wichtig, die später als Hausärzte arbeiten wollen, findet Richter. "Auch Fachärzte sollten über das informiert sein, was in der Hausarzt-Medizin passiert."

Mit der Veranstaltung am Donnerstagabend will der Hausärzteverband Interessierten deshalb einen Einblick in die Praxis geben und sie gleichzeitig über wichtige Aspekte der Niederlassung und der Weiterbildung informieren. Die Veranstaltung findet zum zweiten Mal statt. Bei seiner Premiere im vergangenen Jahr ist das Angebot auf eine gute Resonanz bei der Zielgruppe gestoßen.

In diesem Jahr berichtet ein Medizinstudent über seinen Weg in die Allgemeinmedizin. "Wir wollen nicht nur über den medizinischen Nachwuchs sprechen, sondern mit ihm, und ihm auch eine Stimme geben", betont Richter, die als hausärztliche Internistin in Bad Oeynhausen arbeitet. (iss)

Weitere Informationen:

http://tinyurl.com/kdz2twt

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kolumne aus Berlin

Die Glaskuppel zu Wartezeiten in Arztpraxen: Ultimative Fragen

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Ergänzung zu Antibiotika?

Mit intravaginaler Ascorbinsäure gegen bakterielle Vaginose

Review

RAS-Blocker präoperativ eher nicht absetzen?

Lesetipps
Ein Mann schwimmt in einem Schwimmbecken.

© TeamDF / stock.adobe.com

Umbrella-Review

Welcher Sport bei Depression und Angststörung am besten hilft