Ärzte Zeitung online, 07.06.2017

Für Ausbildungsreform

Junge Therapeuten protestieren in 16 Städten

Junge Psychotherapeuten machen auf die Missstände in ihrer Ausbildung aufmerksam. Arbeiten ohne Lohn ist für sie noch immer üblich.

BERLIN. Angehende Psychotherapeuten haben mit einem bundesweiten Protesttag in 16 Städten auf Missstände in ihrer Ausbildung aufmerksam gemacht. In Berlin demonstrierten sie vor dem Reichstag. Unter dem Motto "Politik, Vergissmeinnicht – wir wollen ganz oben auf die Agenda!" forderten sie mit Unterstützung zahlreicher Berufsverbände eine Ausbildungsreform, angemessene Bezahlung und Masterniveau als Zulassungsvoraussetzung.

"Seit 1999 müssen angehende Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen in psychiatrischen oder psychosomatischen Einrichtungen arbeiten, häufig ohne arbeitsrechtlichen Status und nicht selten ohne jegliche Bezahlung, und dies, obwohl sie ein Studium der Psychologie oder Pädagogik abgeschlossen haben", heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter. "Zu dem Verdienstausfall von eineinhalb Jahren kommen zusätzlich noch circa 20.000 bis 45.000 Euro Ausbildungsgebühren hinzu, die den privaten Ausbildungsträgern entrichtet werden müssen." (aze)

Mehr über das Anliegen der jungen

Psychotherapeuten: www.piaforum.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

7 Forderungen für mehr Patientensicherheit

17:54hMehr Engagement der Krankenhaus- und Pflegeheimleitungen für die Patientensicherheit hat das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) eingefordert. mehr »

Tödliche Meserattacke auf einen Arzt

16:45 hEin Mann hat in einer Offenburger Arztpraxis einen Mediziner erstochen und eine Helferin schwer verletzt. Ob die Tat am Donnerstagmorgen zu verhindern gewesen wäre, ist noch völlig offen. mehr »

Sind Light-Getränke nützlich oder schädlich fürs Herz?

Light-Getränke sind in Verruf gekommen, dick zu machen und Diabetes zu fördern. US-Experten nehmen Stellung zur Herzgesundheit von zuckerfreien Drinks - und differenzieren. mehr »