Ärzte Zeitung online, 08.06.2018

Wahl

 MB ist stärkste Kraft in der hessischen Kammer

Bei der Kammerwahl tauschen Marburger Bund und Facharzt-Liste die Plätze. Der MB gewinnt drei Mandate dazu.

FRANKFURT/MAIN. Der Marburger Bund ist bei der Kammerwahl in Hessen stärkste Fraktion in der Delegiertenversammlung. Mit 3940 Stimmen stellt der MB künftig 24 von 80 Delegierten, ein Zuwachs von drei Sitzen.

Zweitstärkste Kraft ist die Liste "Fachärztinnen und Fachärzte Hessen" mit 20 Sitzen und 3293 Stimmen, das sind zwei Mandate weniger. Damit haben MB und Fachärzte-Liste im Kampf um die stärkste Fraktion im Vergleich zur Kammerwahl 2013 die Plätze getauscht.

Auch die Hausarzt-Liste musste einen Verlust von zwei Mandaten hinnehmen. Sie errang elf Sitze, 13 waren es in der abgelaufenen Wahlperiode. Die Liste konnte 1784 Stimmen verbuchen, fast 400 weniger als noch 2013.

Zugelegt hat dagegen die Liste demokratischer Ärztinnen und Ärzte (LDÄÄ). Sie kam mit 1394 Stimmen auf acht Sitze, ein Mandat mehr als bisher. Verloren hat dagegen die "Liste Ärztinnen Hessen". Sie büßt im Vergleich zu 2013 zwei Mandate und mehr als 300 Stimmen ein und repräsentiert künftig nur noch sechs Delegierte.

Die kleinste der größeren Fraktionen in der Versammlung ist die "Liste Älterer Ärzte", die mit fünf statt wie bisher sechs Delegierten vertreten ist.

Die Verschiebungen ergeben sich maßgeblich dadurch, dass elf statt wie beim letzten Mal neun Listen zur Wahl angetreten waren. Einen Erfolg konnte die Liste Junge Ärztinnen und Ärzte verbuchen, die erstmals antrat und mit 472 Stimmen zwei Mandate errungen hat.

Alle weiteren Listen müssen sich mit der Vertretung durch jeweils einen Delegierten bescheiden. Das betrifft die "Liste der kleineren Fachgebiete" (206 Stimmen), "Hessenmed e.V." (174 Stimmen), "Öffentlicher Gesundheitsdienst" (168 Stimmen) und die Liste "Ärztinnen und Ärzte pro Alter", die erstmals antrat und 164 Stimmen verbuchen konnte.

Nominal ist die Zahl der abgegebenen Stimmen im Vergleich zu 2013 mit 13.690 fast konstant geblieben. Da die Zahl der wahlberechtigten Ärzte seit 2013 aber um rund 3500 gestiegen ist, sank prozentual die Wahlbeteiligung, und zwar von 41 auf 37,2 Prozent.

Am 25. August tritt die neugewählte Delegiertenversammlung erstmals zusammen. Dann sollen auch der Präsident und das Präsidium gewählt werden. (fst)

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