Ärzte Zeitung, 02.07.2012

Krise: Spanien kürzt bei Aids-Prävention

MADRID (mame). Über 300 spanische und internationale Nichtregierungsorganisationen (NGOs) werfen der spanischen Regierung vor, den Kampf gegen Aids aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage einfach aufgegeben zu haben.

In einem öffentlichen Brief an Spaniens Gesundheitsministerin Ana Mato kritisieren sie die Regierung von Ministerpräsidenten Mariano Rajoy, im Zuge der Rotstiftpolitik den staatlichen HIV/Aids-Präventionsplan "praktisch ausgelöscht" zu haben.

Damit bringen sie "sämtliche Fortschritte der letzten Jahre in Gefahr", heißt es in dem Schreiben.

Die Organisationen, unter denen sich auch zahlreiche Homosexuellen-Verbände befinden, klagen, Madrid habe vor allem die Sensibilisierungskampagnen zum Thema HIV-Infektionen aufgrund des Sparzwangs in Spanien völlig ausgesetzt.

Tatsächlich wurden seit der Regierungsübernahme der Konservativen im vergangenen Dezember weder die üblichen Aids-Präventions-Kampagnen gestartet oder fortgeführt, noch ernannte Gesundheitsministerin Ana Mato einen neuen Direktor zur Koordinierung des nationalen Anti-Aids-Plans.

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