Ärzte Zeitung, 04.10.2013
 

EU-Vorschlag

E-Zigarette soll keine Arznei sein

BRÜSSEL. Elektronische Zigaretten sollen nicht als Arzneimittel eingestuft und auch nicht apothekenpflichtig werden. Vorgesehen sei aber eine stärkere Regulierung, teilte Dr. Peter Liese, gesundheitspolitischer Sprecher der konservativen EVP-Fraktion im Europäischen Parlament mit.

Nach Angaben Lieses haben sich EVP und die liberale Fraktion auf diesen Kompromiss verständigt. Bei der Abstimmung am kommenden Dienstag im Parlament sei eine Mehrheit für diesen Vorschlag wahrscheinlich, so Liese.

Der Umgang mit E-Zigaretten soll in der Tabakprodukte-Richtlinie geregelt werden. Der Vorschlag der EU-Kommission hatte vorgesehen, die E-Zigarette als Arzneimittel einzustufen.

Liese bezeichnete es als schwer verständlich, warum herkömmliche Zigaretten weiter frei verkäuflich, die weniger gesundheitsschädlichen E-Zigaretten dagegen nur in der Apotheke erhältlich sein sollten.

Nach Angaben des Arztes und CDU-Politikers dürfen E-Zigaretten nach dem vorliegenden Kompromisspapier nicht an Personen unter 18 Jahren verkauft werden. Für die Werbung sollten die gleichen Vorschriften gelten wie für Tabak, erläuterte Liese.

Bis zur Europawahl im Mai 2014 solle eine Einigung auf den genauen Wortlaut der Richtlinie unter den Mitgliedsstaaten erreicht werden. (fst)

[05.10.2013, 12:28:24]
Marcus Agrippa 
Das Märchen von der Nikotinsucht: Hauptsache, man glaubt dran
Das Märchen vom suchterzeugenden, bösen Nikotin widerlegt sich ganz von selbst für jeden, der zwei und zwei zusammenzählt: Der NICHTerfolg von Nikotinpflastern, -kaugummis sowie -tabletten bei der Raucher"entwöhnung" ist einfach GRANDIOS. Und wissenschaftlich ist dieser Fehlschlag seriös untermauert! Genau so wie die vergleichsweise Harmlosigkeit von Nikotin unter den Giften wissenschaftlich seriös untermauert ist! (So schlimm wie ...Koffein! Also richtig schlimm!)

"Nikotinsucht" GIBT es schlichtweg nicht, dafür aber Tabaksucht. Von DER kommt man aber durch Nikotin nicht weg.

Wer erzählt nun aber unablässig das Märchen vom bösen, bösen suchtmachenden Nikotin und ist DAMIT um so erfolgreicher? - Die WHO.
Wer hält die WHO am Leben? - BigPharma.
- Wer verkauft Nikotinpflaster und -kaugummis?
(...die im übrigen ein Mehrfaches an Nikotin enthalten, im Vergleich zu SEHR stark angemischten Liquids für E-Zigaretten: so starke Liquids würden Nutzer von E-Zigaretten nie verwenden, weil sie ungeniessbar wären, und die Nikotindosis viel zu hoch!)
- Wer HAT etwas davon, wenn Nikotin für schlimm, schlimm, schlimm gehalten wird?
- Wer erzählt die (so plausible) Story, mit einem "Suchtmittel", dem Nikotin, eine "Nikotinsucht" bekämpfen zu KÖNNEN, ohne es beweisen zu müssen? (Die Menschen, die die Erde für eine Scheibe hielten, taten das, weil die Story so plausibel war!)
- Wer ist vom zutreffenden Begriff "Tabaksucht" zu dem der "Nikotinsucht" umgeschwenkt?
- Wer hält den Gesundheitsmarkt für den grössten lukrativen profitversprechenden Markt der Zukunft?
- Wem nützen Kranke, die wegen Tabakrauchens krank und kränker werden?
- Wem SCHADEN GESUNDE, die wegen tabaklosen Nikotingenusses gesund bleiben?
- Wem, neben BigTobacco, nützt es, wenn viele Raucher auf Dauer NICHT vom Tabak wegkommen?

- Wem nützen Politiker, die das Märchen vom Nikotin (gierig) schlucken?
- Wem nützen Richtlinien und Gesetze, wie Sie sie uns jetzt "als Kompromiss" schmackhaft machen wollen?

Komisch. Immer dieselbe Antwort auf jede einzelne Frage! Immer nur: BigPharma, BigPharma, BigPharma. Die Industrie mit der weltweit grössten Lobbyorganisation überhaupt: der WHO samt ihrer Angestellten (wie Martina Pötschke-Langer (im DKFZ) als ein Hauptlobbyist der WHO in Deutschland)

Wenn Politiker nicht einmal die evidenteste Leimrute blicken, und wenn andere ganz offensichtlich entweder BigPharma oder BigTobacco - und manchmal sogar beiden - als Schosshündchen dienen...
Wenn Politiker Dummheit und Korruption als "Kompromiss" verkaufen wollen...
Wenn das nicht Politik- und Politikerversagen auf ganzer Linie ist, was dann?

Wenn solche Politiker, wie sie uns die EU gerade massenweise vorführt beim Aushandeln einer Tabakprodukterichtlinie, nicht ernst genommen werden KÖNNEN und DÜRFEN, wen soll das wundern?

(Der Erfolg der E-Zigarette beim Wegkommen vom Tabak ist die Imitation des Rauchens, also der Umstand, dass man etwas Ähnliches wie beim Tabakrauch in die Lunge kriegt, aber ganz ohne die Schadstoffe, die durch die Verbrennung von Tabak (oder Kräutern...!) entstehen. Das wirkt stärker als die Tabaksucht. Deshalb gibt es Dampfer, die Liquids ganz ohne Nikotin verwenden, aber trotzdem beim Dampfen bleiben: der Genuss ist dem der Tabakzigarette ähnlich, aber ohne Schaden für die Gesundheit.

Das ist das ganze Geheimnis der E-Zigarette) zum Beitrag »

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