Ärzte Zeitung, 21.03.2014

Uni Bristol

Gutes Verhältnis zum Hausarzt, gute Gesundheit

BRISTOL. Je besser sich Hausarzt und Patient kennen, desto größer die Compliance und desto größer der gesundheitliche Nutzen für den Patienten. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung der Universität Bristol (Großbritannien) hervor.

Die Forscher befragten 30 Hausärzte in 22 britischen Primärarztpraxen sowie 190 Patienten. Die Ergebnisse legen einen kausalen Zusammenhang nahe zwischen der Intensität der Arzt-Patienten-Beziehung der Gesundheit des Patienten.

Patienten, die ihren Hausarzt seit Jahren kennen, sind nach Angaben von Dr. Matthew Ridd von der Universität Bristol öfter geneigt, mehr Probleme mit ihrem Arzt zu besprechen als Patienten, die häufig den Hausarzt wechseln und die daher keine vertraute Beziehung zu ihm haben.

"Je besser und vertrauter die Arzt-Patienten-Beziehung, desto besser ist das für den Patienten", sage Ridd.

Interessant: Jeder vierte befragte Patient gab an, als Folge der in Großbritannien quasi nicht existierenden freien Arztwahl Schwierigkeiten zu haben, einen Hausarzt seiner ersten Wahl zu finden. (ast)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Neue Leitlinie zum Kopfschmerz durch Schmerzmittel-Übergebrauch

Schmerzmittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und chronifizieren - wenn man sie zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt. Eine neue Leitlinie zeigt auf, wie Ärzte solchen Patienten helfen können. mehr »

Nicht nur zu viel LDL-C ist schädlich

Atherosklerose entsteht offenbar nicht nur, wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut zirkuliert. Der Aufbau der Partikel scheint ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen – und hier lässt sich therapeutisch eingreifen, wie Wissenschaftler zeigen. mehr »