Ärzte Zeitung online, 30.07.2018

Nicaragua

Demonstranten versorgt – Ärzte entlassen

MANAGUA. Das nicaraguanische Gesundheitsministerium hat offenbar die Entlassung von Krankenhausmitarbeitern angeordnet, die regierungskritische Demonstranten medizinisch versorgt haben.

Rund 40 Ärzten und Krankenschwestern einer Klinik in der Stadt Jinotepe sei aus politischen Gründen gekündigt worden, berichtete die Zeitung "La Prensa".

Die Betroffenen würden zudem ihr Gehalt für Juli nicht bekommen. Auch im Süden des Landes seien Mediziner auf Anweisung des Ministeriums entlassen worden.

Eine Kinderärztin sagte der Online-Zeitung "Confidencial", sie schließe einen politischen Hintergrund für ihre Entlassung nicht aus.

 Sie habe sich in einer Erklärung mit den Demonstranten solidarisch gezeigt. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie das Ebola-Virus das Immunsystem austrickst

Das Ebola-Virus hat einen molekularen Trick entwickelt, mit dem es das Immunsystem ablenkt. Ganz hilflos ist das Immunsystem allerdings nicht – dank einer Gegenmaßnahme. mehr »

Medizin unterm Hakenkreuz

Die zweite Staffel der erfolgreichen Klinikserie erzählt die letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs an Deutschlands berühmtester Klinik – und die Abgründe der Medizin in der Nazizeit. mehr »

Erhitztes, rauchfreies Tokio?

Olympia 2020 in Tokio steht unter einem schlechten Stern: Die Hitzewelle 2018 rückt die Gesundheitsgefährdung für Athleten wie Zuschauer in den Fokus. Die Megalopole soll zudem zum rauchfreien Gastgeber werden. mehr »