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EU-Nutzenbewertung

EU-Parlament für europäische Lösung

Kommt bald eine europaweite Nutzenbewertung für Arzneimittel und Medizinprodukte? Das EU-Parlament hat sich jetzt klar positioniert.

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NEU-ISENBURG. Das Europäische Parlament hat sich in erster Lesung für eine gemeinsame europäische Nutzenbewertung (Health Technology Assessment) von Arzneimitteln, Medizinprodukten und In-vitro-Diagnostika ausgesprochen. Das Parlament unterstützt damit eine Initiative der EU-Kommission.

In den nun folgenden Verhandlungen mit dem Europäischen Rat geht es vor allem darum, inwieweit eine Nutzenbewertung auf europäischer Ebene über den Erstattungspreis eines Arzneimittels auf nationaler Ebene bestimmen soll.

Aus Herstellersicht hätte die geplante EU-Bewertung den Vorteil berechenbarer Nutzen-Kriterien für sämtliche EU-Märkte.

In der Debatte hatte unter anderen der EU-Parlamentarier der Europäischen Volkspartei Peter Liese (CDU) die unnötige Doppelarbeit in der Nutzenbewertung in den Mitgliedsländern kritisiert.

Es sei schwer vorstellbar, „dass ein neues Krebsmedikament, das von der Europäischen Arzneimittelagentur positiv bewertet wurde, in Frankreich das Leben der Patienten um ein Jahr verlängert, in Deutschland um zwei Jahre, und in Italien gar nicht“. Was die Wirkung von Arzneimitteln angeht, „sind wir Europäer doch ziemlich ähnlich“, so Liese weiter. „Da muss es doch möglich sein, diesen wissenschaftlichen Teil der Bewertung in Europa einheitlich zu tun.“ Deshalb müsse weiter Druck auf den Europäischen Rat ausgeübt werden.

Experten rechnen nicht vor 2020 damit, dass es auf EU-Ebene eine Einigung über die Frage der gemeinsamen Nutzenbewertung geben wird. (ger)

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