Ärzte Zeitung, 27.01.2010

Apothekenabschlag: Spitzenverband klagt gegen Schiedsstelle

BERLIN (cw). Die gesetzlichen Kassen wollen sich mit der Absenkung des Apothekenabschlags von 2,30 auf 1,75 Euro pro zu ihren Lasten abgegebener Arzneimittelpackung nicht abfinden und haben dagegen Klage beim Sozialgericht Berlin eingelegt.

Die Anpassung des Abschlags rückwirkend zum Januar 2009 war im Dezember von der Schiedsstelle mit den Stimmen der drei neutralen Mitglieder sowie der Apotheker beschlossen worden. Insgesamt geht es um eine Rückzahlungssumme für die 2009 verordneten Präparate von rund 300 Millionen Euro. Die genaue Menge der zu GKV-Lasten abgegebenen Packungen ist noch nicht bekannt. Durch die Klage des GKV-Spitzenverbands liegt die Abrechnung nach dem neuen Rabatt erst mal auf Eis.

Ursprünglich wollte der Deutsche Apothekerverband (DAV) ab diesem Monat den neuen Abschlag abrechnen. Auch auf die Rückerstattung der Differenzbeträge 2009 müssen die Apotheker warten. Der DAV will die sofortige Vollziehung des Schiedsstellenbeschlusses beantragen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »