Ärzte Zeitung, 17.05.2011

Kommentar

Erst gut geschult, dann gut gespart?

Von Jürgen Stoschek

Bei der Behandlung von Patienten mit Diabetes können vor allem durch die Vermeidung von Komplikationen erhebliche Ausgaben eingespart werden. Voraussetzung ist, dass die Patienten im Umgang mit ihrer Erkrankung und den erforderlichen Medikamenten gut informiert und geschult sind. Bei älteren Patienten ist das erfahrungsgemäß nicht immer einfach.

Die AOK Bayern hat deshalb jetzt ein Pilotprojekt gestartet, in dem Diabetesberaterinnen ältere insulinpflichtige Patienten mit Typ-2-Diabetes zu Hause besuchen und ihnen dabei helfen, besser mit ihrer Erkrankung zu leben. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass die Betroffenen auch mit Unterstützung von Familienangehörigen länger zu Hause versorgt werden können. Auch das spart erhebliche Ausgaben, sogar bei der Pflegeversicherung.

Insofern sind von dem Projekt gleich mehrere positive Effekte zu erwarten: Die Patienten profitieren von einer besseren Versorgung und Kranken- sowie Pflegekasse sparen. Das Modellvorhaben soll auch Hinweise für ein besseres Versorgungsmanagement für Patienten mit Diabetes liefern. Angesichts der demografischen Entwicklung und der weiter steigenden Zahl der Patienten liegt hier die eigentliche Herausforderung.

Lesen Sie dazu auch den Bericht:
Ältere Diabetiker werden jetzt zu Hause geschult

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »