Ärzte Zeitung, 19.04.2012

Krankenstand legt in Baden-Württemberg zu

STUTTGART (fst). Der Krankenstand in Baden-Württemberg ist im vergangenen Jahr um 0,2 Prozentpunkte auf drei Prozent gestiegen. Das ist der höchste Wert seit 15 Jahren, schreibt die DAK-Gesundheit in ihrem neuen Gesundheitsreport.

Dennoch seien die Baden-Württemberger im Bundesvergleich die gesündesten Arbeitnehmer. Der Krankenstand im Südwesten liegt deutlich unter dem Bundesschnitt von 3,6 Prozent.

Drei Krankheitsgruppen sind die Ursache für jeden zweiten Fehltag: 19,4 Prozent der Tage entfallen auf Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, 17 Prozent auf solche des Atmungssystems, 14,1 Prozent auf Verletzungen.

Zugenommen haben erneut die Fehltage aufgrund von psychischen Erkrankungen. Sie machten statt 13,1 Prozent (2010) im vergangenen Jahr 13,8 Prozent der Fehltage.

Wie im Jahr zuvor war auch 2011 die Öffentliche Verwaltung die Branche mit dem höchsten Krankenstand (3,6 Prozent). Das Gesundheitswesen belegt hier den zweiten Platz (3,4 Prozent).

Am wenigsten haben Mitarbeiter in Bildungs-, Kultur- und Medien-Einrichtungen fehlt (2,2 Prozent) sowie in Banken und Versicherungen (2,5 Prozent).

Erstellt hat den Gesundheitsbericht das Forschungsinstitut IGES. Dafür wurden die Daten von 270.000 erwerbstätigen DAK-Mitgliedern in Baden-Württemberg ausgewertet.

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (18110)
Organisationen
DAK (1660)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »