Ärzte Zeitung, 04.06.2013
 

Leitartikel zum Dauerpatienten PKV

Kreative Therapien mit Langzeitwirkung gesucht

Mit einer Reform nach der anderen wurde jahrelang versucht, die Schwächen der GKV zu beheben. Jetzt verliert auch die PKV an politischer Rückendeckung. Lösungen müssen gefunden werden, bevor der Rückhalt gänzlich schwindet.

Von Ilse Schlingensiepen

Gesucht werden kreative Therapien mit Langzeitwirkung

Wohin wird die Reise für PKV und GKV künftig gehen? Bislang wagt diese Frage niemand abschließend zu beantworten.

©cirquedesprit / fotolia.com

Die private Krankenversicherung (PKV) erlebt zurzeit ein Interesse bislang nicht bekannten Ausmaßes. Auf das öffentliche Augenmerk könnte die Branche allerdings gut verzichten, richtet es sich doch gezielt auf Schwachpunkte.

Immer wieder gibt es Berichte über hohe Beitragsanpassungen oder Schwierigkeiten beim rechtlich verbrieften Tarifwechsel der Kunden. Manche Auguren malen bereits das Ende der PKV an die Wand, befeuert nicht zuletzt durch die Diskussion über die von SPD, Grünen und Linken favorisierte Bürgerversicherung.

Auch wenn sich die Gegner des dualen Krankenversicherungssystems bei der Bundestagswahl nicht durchsetzen, werden sich die Rahmenbedingungen für die Branche ändern. Selbst in der Union gibt es Stimmen, die die Perspektive langfristig in einem einheitlichen Versicherungsmarkt sehen. Stichwort Konvergenz der Systeme.

Eins ist deshalb klar: Ein "Weiter so wie bisher" kann nicht die richtige Strategie für die Zukunft der Branche sein. Sie habe nur dann eine Chance, wenn sie ihre Schwächen in den Griff bekommt und sich wandelt. Das geben inzwischen auch PKV-Manager zu ...

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[19.06.2013, 18:52:19]
Dr. Wolfgang Knüll 
Ich weiß wo sie sind ..
..die mutigen Sozialpolitiker, die diesen Schritt wagen: Dort wo die Steuerpolitiker sind, die ein vereinfachtes Steuermodell entwickeln. zum Beitrag »
[04.06.2013, 15:09:14]
Dr. Uwe Müller 
Das leidige Thema mit der PKV
Die Frage der privaten Krankenversicherung würde sich völlig anders stellen, wenn endlich mal eine mutige Bundesregierung die Beitragsbemessungsgrenze angepassen würde, z.B. auf 10000 €/Monat. Das würde zunächst mal eine ganze Reihe von PKV vor die Frage stellen, ob eine weitere Existenz sinnvoll ist, denn mehr als 200 Krankenkassen mit eigenem Verwaltungsaufwand und gut bezahltem Führungspersonal spiegeln eh nur eine Vielfalt vor, die in Wirklichkeit nur die Versicherten teuer zu stehen kommt. Weiterer angenehmer Nebeneffekt: Durch die so erreichte Zunahme der Zahler in die GKV, könnte eventuell der Beitrag dieser, speziell im Interesse der weniger verdienenden nach unten angepasst werden.

Wo sind die mutigen Sozialpolitiker, die diesen Schritt wagen?
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