Ärzte Zeitung, 01.06.2015

Rücken-Operation

AOK bietet Zweitmeinung

Die AOK Nordost erweitert ihr Angebot für Versicherte in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

BERLIN/POTSDAM. Ein Zweitmeinungsverfahren vor einer Rücken-Operation bietet die AOK Nordost ihren Versicherten in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern an.

Im Rahmen des Programms "RückenSpezial" zur Integrierten Versorgung nach Paragraf 140a SGB V können die Patienten in derzeit sechs Rückenzentren eine Zweitmeinung einholen und sich gegebenenfalls ambulant versorgen lassen.

AOK-Patienten, denen eine Bandscheiben- oder Wirbelsäulen-OP empfohlen wurde, sollen schnell in den Rückenzentren vorgestellt werden. Dort arbeitet ein Team aus Orthopäden, Schmerztherapeuten, Schmerz-Psychotherapeuten und Physiotherapeuten zusammen.

Nach der Vorbefundprüfung ist eine insgesamt rund dreistündige Untersuchung des Patienten vorgesehen. Alle Checks sollen an einem Tag stattfinden und in eine individuell abgestimmte Therapieempfehlung münden, die mit dem Patienten persönlich besprochen wird.

Spricht die Einschätzung des Teams im Rückenzentrum gegen eine Operation, kann der Patient eine interdisziplinäre ambulante multimodale Therapie in dem Zentrum wahrnehmen.

"Der erstbetreuende Arzt wird selbstverständlich umgehend über die Therapieempfehlung informiert", versichert Harald Möhlmann, Geschäftsführer Versorgungsmanagement der AOK Nordost.

"Idealerweise sollte er sogar telefonisch an der Fallkonferenz zur Therapieabstimmung teilnehmen, sodass dem Patienten eine abgestimmte Behandlungsempfehlung vermittelt werden kann", meint Möhlmann. (ami)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Freizeitsportler gefährden ihre Herzgesundheit mit Doping

Fast jeder sechste Freizeitsportler nimmt inzwischen herzschädigende Arzneimittel zur Verbesserung von Fitness und Körperoptik. Vor allem der Anteil weiblicher User steigt. mehr »

Welche Bakterien mit uns U-Bahn fahren

In der Hongkonger U-Bahn sind morgens andere Keime zu finden als im abendlichen Berufsverkehr. Gefährlicher sind Metro-Linien mit höherem Verkehrsaufkommen aber wohl nicht, wie eine Studie ergeben hat. mehr »

Umsatzchancen von Hausärzten hängen stark von KV-Region ab

Niedrige Fallzahlen, aber teilweise auch niedrige Fallwerte: Hausärzte in Hamburg und Berlin haben es als Vertragsärzte nicht leicht. Ihre Kollegen in Thüringen und Sachsen-Anhalt erwirtschaften deutlich mehr. mehr »