Ärzte Zeitung online, 15.03.2017

Überweisungssteuerung

Techniker Kasse macht mit beim Modell der KV

MAGDEBURG. Als vierte Kasse honoriert die Techniker Kasse seit Jahresanfang die Überweisungssteuerung in Sachsen-Anhalt.

Nach AOK, IKK gesund plus und Barmer reiht sich nun auch die TK in das Ende 2015 gemeinsam mit der KV Sachsen-Anhalt (KVSA) initiierte Modell zur reibungslosen Weiterbehandlung beim Facharzt ein. Das Modell gilt allerdings nur für Teilnehmer an der hausarztzentrierten Versorgung.

Diese Überweisungssteuerung unterscheidet zwischen sehr dringend (Termin am nächsten Arbeitstag) und dringend (Termin innerhalb von sieben Werktagen), wobei sich Haus- und Kinderärzte meist selbst um Termine bei ihren Facharztkollegen kümmern. Die Kassen honorierten die Weiterbehandlung ihrer Versicherten beim Facharzt extrabudgetär.

Haus- und Kinderärzte erhalten danach zehn Euro pro Terminvermittlung, annehmende Fachärzte in sehr dringenden Fällen jeweils 15 Euro, ansonsten zehn Euro. Die KV favorisiert diese Form der Facharztüberweisung im Vergleich zum gesetzlich angeordneten Terminservice vor allem deshalb, weil sie unbürokratisch ist und die Ärzte direkt miteinander kommunizieren. Die meisten Ärzte unterstützen dieses Modell. Dafür sprechen über 30.000 direkte Terminabsprachen seit Ende 2015. (zie)

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