Ärzte Zeitung online, 29.03.2018

Niedersachsen

Open-House-Verfahren für Grippe-Impfstoff ausgeschrieben

NIEDERSACHSEN. Die AOK Niedersachsen hat stellvertretend für alle Kassen der GKV im Land für Vierfach-Grippeimpfstoffe der Saison 2018/2019 ein Open-House-Verfahren ausgeschrieben, um zukünftig Lieferenpässe zu verhindern.

Open-House-Verfahren lassen eine unbeschränkte Anzahl von Unternehmen zur Rabattvereinbarung zu, sofern sie einen festgelegten Rabattsatz akzeptierten. Individuelle Verhandlungen über Vertragsinhalte werden nicht geführt.

Die angebotenen Verträge sind nicht exklusiv, hieß es. Es gelten für alle Teilnehmer einheitliche Bedingungen zum Beispiel einheitlicher Preis, keine speziellen Lieferbedingungen und so weiter.

Die gesetzlichen Krankenkassen könnten mit dieser Regelung die Versicherten günstiger mit Grippe-Impfstoffen versorgen, so die AOK. "Darüber hinaus bieten Rabattverträge im Open-House-Verfahren den Ärzten die Möglichkeit, frei zwischen verschiedenen Impfstoffen der teilnehmenden pharmazeutischen Unternehmen zu wählen", so die AOK.

"Wir erhoffen uns, durch eine gute und flächendeckende Versorgung mit Impfstoffen die Durchimpfungsrate in der Bevölkerung wieder zu steigern und somit einen größeren Schutz vor Grippeinfektionen zu gewährleisten."

Die Grippe-impfenden Ärzte sowie alle Grippeimpfstoff-liefernden Apotheken sollen im Mai dieses Jahres umfassend mit allen benötigten Informationen für die Grippeimpfsaison 2018/2019 versorgt werden. Bis dahin gibt es nach Angaben der AOK keinen Handlungsbedarf bei den Apothekern. (cben)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Alternativszenario voller Sprengkraft

Bei einem Modellprojekt in Baden-Württemberg ist die sektorenübergreifende Versorgung durchgespielt worden. Der Abschlussbericht enthält Empfehlungen, die es in sich haben - und das Konfliktpotenzial deutlich machen. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »