Ärzte Zeitung online, 09.09.2014

Deutschland

Selten Abtreibungen bei Teenagern

In Deutschland gibt es immer weniger Abtreibungen. Neue statistische Zahlen zeigen: Schwangerschaftsabbrüche werden häufiger bei Frauen über 40 vorgenommen als bei Teenagern.

WIESBADEN. Im ersten Halbjahr 2014 haben erneut weniger Frauen in Deutschland abgetrieben.

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ging in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,7 Prozent auf 52.413 zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte.

Im zweiten Quartal waren es sogar 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Abtreibungen sinkt seit rund zehn Jahren.

Gut drei Prozent der Schwangeren, die im zweiten Quartal abgetrieben haben, waren noch nicht volljährig. Etwa acht Prozent waren mindestens 40 Jahre alt. Mehr als jede dritte Frau hatte keine Kinder. 97 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen.

Fast alle Eingriffe erfolgten ambulant: 79 Prozent in gynäkologischen Praxen und 18 Prozent ambulant im Krankenhaus. Bei den meisten (69 Prozent) wendeten Ärzte die Absaugmethode an. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wenn Einsamkeit krank macht

Ein Alterspsychotherapeut warnt: Ältere Männer sind besonders häufig suizidgefährdet. Einsamkeit ist ein Grund dafür. mehr »

Diabetes-Experten sind besorgt

Schon bald könnten mehr Lebensmittel "schlechten Zucker" enthalten. Für die Industrie wird der Einsatz von Isoglukose profitabler. mehr »

PKV bekennt sich zur Innovationsoffenheit

Wird es mit der neuen GOÄ erschwert, Privatpatienten neue Leistungen anzubieten? Vom PKV-Verband kommt dazu ein klares Dementi. mehr »