Ärzte Zeitung, 06.06.2011

Organspende: NRW-Krankenhäuser für besonderen Einsatz geehrt

Es gibt sie durchaus: Kliniken, die mit Blick auf bessere Strukturen bei der Organtransplantation Zeichen setzen. In Nordrhein-Westfalen sind sieben vorbildliche Krankenhäuser geehrt worden.

Engagement für die Organspende

Dr. Ulrike Wirges, Deutsche Stiftung Organtransplantation und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (2.v r.) ehren Vertreter der Uniklinik Köln (v.l.), Professor Dirk Stippel, Professor Thomas Benzing, Professor Edgar Schömig.

© DSO

KÖLN (acg). Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) und die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft (SPD) haben sieben Kliniken in dem Bundesland für ihren besonderen Einsatz in der Organspende geehrt.

Preisträger sind das Evangelische Krankenhaus Duisburg-Nord, das Helios Klinikum Wuppertal, das St. Antonius-Krankenhaus Schleiden, das St. Bernhard-Hospital in Kamp-Lintfort, das St. Vinzenz-Hospital und die Uniklinik in Köln sowie das Städtische Klinikum Solingen.

Auch Aktionswochen und hohe Spenderzahlen berücksichtigt

Die Auszeichnung erhielten die Krankenhäuser, weil sie sich im vergangenen Jahr besonders für die Organspende engagiert hatten, etwa durch die Unterstützung eines Transplantationsbeauftragten durch die Klinikleitung, Fortbildungen für das Klinikpersonal oder die Erarbeitung von Leitlinien und Verfahrensschritten für den Akutfall Organspende.

Aber auch die Veranstaltung von Aktionswochen oder hohe Spenderzahlen wurden bei der Entscheidung der DSO berücksichtigt. "Sehr unterschiedlich große Kliniken haben zum Teil über viele Jahre ein erhebliches Engagement für die Organspende gezeigt", lobte Kraft bei der Preisverleihung.

NRW lange Zeit Schlusslicht bei Spendezahlen

Nordrhein-Westfalen war lange Jahre das deutsche Schlusslicht bei den Spendezahlen, hatte aber nach einer Kampagne aufgeholt. Im vergangenen Jahr gingen die Zahlen jedoch wieder leicht zurück, von 14,5 Organspenden pro Million Einwohner 2009 auf 14,3 im Jahr 2010.

"Solche Zahlen müssen uns alle aufrütteln", sagte Dr. Ulrike Wirges, Geschäftsführende Ärztin der Region NRW bei der DSO.

"Der Rückgang liegt zwar im einstelligen Bereich, aber wenn man bedenkt, dass eine Organspende drei bis vier lebensrettende Transplantationen ermöglicht, so konnten die Hoffnung vieler Menschen auf die Behandlung ihrer lebensbedrohlichen Erkrankung erneut nicht erfüllt werden."

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