Ärzte Zeitung, 10.07.2014

Thailand/Kambodscha

Organhandel im Visier

BANGKOK/PHNOM PENH. Nieren armer Leute soll eine Frau in Kambodscha gekauft und an wohlhabende kambodschanische Patienten in Thailand weiterverkauft haben. Die Frau wurde verhaftet, wie Polizeisprecher Kirth Chantharith bestätigte.

Thailands Behörden ermittelten, berichtete das Gesundheitsministerium in Bangkok auf seiner Webseite. Es würden alle 26 Krankenhäuser überprüft, die Transplantationen vornähmen. Eigentlich dürfen dort nur Blutsverwandte oder Gatten nach mindestens drei Jahren Ehe Organe spenden.

Die in Kambodscha festgenommene Frau habe den Handel gestanden, sagte der Polizeisprecher. Sie habe mindestens fünf Organspendern für eine Niere umgerechnet 4500 Euro gezahlt. (dpa)

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