Ärzte Zeitung, 31.07.2009

Bremer Pflegeheime können besondere Betreuung anfordern

BREMEN(cben). Bremens Pflegeheime sind nach Aussagen des Ersatzkassenverbands vdek in Bremen gut gerüstet für die Versorgung von demenzkranken Menschen.

Bereits 67 Pflegeheime im Land Bremen können ihren an Demenz erkrankten Bewohnern eine besondere Betreuung anbieten, wie sie das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz vorsieht, hieß es. Aufgeteilt auf die Städte sind dies 61 der 85 Pflegeheime in Bremen und sechs der zwölf Pflegeheime in Bremerhaven. Seit Inkrafttreten des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes bezahlen Pflegekassen diese Leistung extra. Heimbewohner, Angehörige und Sozialhilfe werden finanziell nicht belastet. "Jedes Pflegeheim im Land Bremen kann nach Vorlage eines Konzeptes entsprechende Zuschläge für zusätzliches Personal mit uns vereinbaren", sagt Christiane Sudeck, Sprecherin des vdek.

Die Vereinbarungen sehen vor, dass das Personal in einem Pflegeheim für je 25 demenzkranke Bewohner um eine weitere Kraft aufgestockt wird. Die zusätzlichen Kräfte stehen für die soziale Betreuung der Demenzkranken zur Verfügung. Durch diese neuen Kräfte soll das Pflegepersonal unterstützt, nicht aber ersetzt werden.

Topics
Schlagworte
Pflege (5171)
Krankheiten
Demenz (3212)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Beginnt die MS im Dünndarm?

Im Dünndarm werden wohl "Schläfer-T-Zellen" aktiviert, die eine MS triggern. Jetzt sind Forscher auf der Suche nach dem Auslöser – und haben Keime im Verdacht. mehr »

Wie die Neurologie von der Flüchtlingskrise profitiert

Migranten sind für Europa eine Herausforderung, doch sie bringen auch neue Erkenntnisse: Mediziner können durch Zuwanderer erforschen, wie Gene und Umwelt mit neurologischen Krankheiten zusammenhängen. mehr »

Hausbesuche bringen wohl mehr Honorar

Beim GKV-Spitzenverband gilt als ausgemacht, dass die Ärzte für eine Ausweitung der Mindestsprechzeiten nur sparsam honoriert werden sollen. Das Honorarsystem soll keine Gelddruckmaschine für Ärzte sein. Eine Ausnahme könnte es geben: Hausbesuche. mehr »