Ärzte Zeitung, 07.07.2014
 

Pflegedokumentation

Kopf frei für die Patienten, nicht fürs Papier

BERLIN. Pflegen anstatt dokumentieren: Um diesem Ziel näher zu kommen, haben GKV-Spitzenverband, weitere Träger der Pflege sowie kommunale Spitzenverbände sich auf Schritte zur Entbürokratisierung der Pflege verständigt.

"Die Dokumentation wird auf die wesentlichen Aspekte reduziert und von den Medizinischen Diensten der Krankenversicherung im Rahmen der Qualitätsprüfungen akzeptiert", heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Das abgespeckte Dokumentationssystem ist zuvor im Rahmen eines Praxistests des Bundesgesundheitsministeriums erprobt worden. Die Umsetzung soll durch ein Projektbüro beim Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, begleitet werden.

Künftig sollen in Pflegeeinrichtungen nur noch Ereignisse dokumentiert werden, die von der Pflegeplanung abweichen. Routinetätigkeiten müssen nicht mehr vermerkt werden.

Die Pflegeplanung umfasst bisher 13 Themenfelder, die beim Pflegebedürftigen überprüft werden - künftig sind es fünf. Im Krankenhaus sind künftig Einzelleistungsnachweise für routinemäßige Abläufe in der Grundpflege nicht mehr nötig. (fst)

Topics
Schlagworte
Pflege (4846)
Personen
Karl-Josef Laumann (432)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Es kommt Schwung in die Entwicklung neuer Psychopharmaka

Bald könnte es einen Schub für die Entwicklung neuer Psychopharmaka geben. Denn Forscher finden immer mehr über die Entstehung psychischer Erkrankungen heraus. mehr »

Spielt Krebs eine Rolle beim plötzlichen Kindstod?

Ein plötzlicher Kindstod bei einer unbekannten neoplastischen Erkrankung ist selten, aber kommt vor. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. mehr »

Patienten sollen Verdacht auf Nebenwirkung melden

Alle europäischen Arzneimittelbehörden fordern in einer gemeinsamen Kampagne Patienten auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. mehr »