Ärzte Zeitung, 11.02.2016

Niedersachsen

Regierung will die Pflegekammer

HANNOVER. Die niedersächsische Landesregierung hat am Dienstag beschlossen, den Gesetzentwurf über eine Pflegekammer Niedersachsen in den Hannoveraner Landtag einzubringen. Das teilte die Landesregierung am Dienstag mit.

Mit der geplanten Pflegekammer werde die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen eine Interessenvertretung erhalten, die ihrem Stellenwert in der Gesellschaft entspreche, sagte Gesundheitsministerin Cornelia Rundt. Kommt der Gesetzentwurf durch, wäre Niedersachsen neben Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein das dritte Bundesland mit einer Pflegekammer.

In den Stellungnahmen der pflegerischen Berufsverbände sei der niedersächsische Gesetzentwurf ausnahmslos ausdrücklich begrüßt worden, sagte Rundt. Das zeige, dass die Pflegekräfte in Niedersachsen die Chance nutzen wollen, zukünftig die Rahmenbedingungen pflegerischer Arbeit mitzugestalten. "Das ist eine großartige Nachricht für die Profession Pflege", kommentiert Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats (DPR), die Entscheidung der Landesregierung.

"Die niedersächsische Pflegekammer wird zu einer Stärkung der Berufsgruppe der Pflegefachpersonen führen", sagte er. (cben)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »