Pflegebetrug

Krankenkassen sichten ihre Instrumente

Veröffentlicht:

BERLIN. Die Pflegekassen versuchen Einfallstore für Abrechnungsbetrug in der Pflege zu schließen. Im Gespräch sind die Einführung elektronischer Abrechnungsverfahren und der Aufbau einer Datenbank zur Betrugsbekämpfung. Zu diesen Themen tagen Vertreter der Kassen, hochrangige Staatsanwälte und Richter seit Donnerstag in Berlin. Die Tagesordnung liegt der "Ärzte Zeitung" vor.

Mit einer elektronischen Abrechnung, wie sie auch die Stiftung Patientenschutz seit langem fordert, könnte die Praxis einer doppelten Buchführung der als "russische Pflegemafia" bekanntgewordenen ambulanten Pflegedienste angegangen werden.

Ein Register mit Daten der an den verschiedenen Betrugsmaschen beteiligten Personen wiederum könnte verhindern, dass ein zum Beispiel in Berlin ins Visier der Fahnder geratener ambulanter Pflegedienst seine Zelte abbricht und in München neu beginnt.

Das Bundeskriminalamt stuft die Praktiken als organisierte Kriminalität ein. Die wachsende Zahl an Pflegebedürftigen sehen die Polizisten als Anreiz für weitere Betrugshandlungen an. Die große Koalition hatte auf Enthüllungen mit einer Ausweitung der Kompetenzen für die Medizinischen Dienste der Kassen reagiert. (af)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Anhörung der Verbände im BMG

Krankenhausreform: Kritik an Warkens „Verwässerungsgesetz“

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vorschau aufs Wochenende

Herzkongress ESC 2025: Diese neuen Studien stehen im Blickpunkt

Lesetipps
Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte

© Daniel Karmann/dpa

Stichtage rücken näher

Warum es sich für Praxen lohnt, vor dem 1. Oktober in die ePA einzusteigen

Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung sind zwar hoch akzeptiert, aber komplett verzichten kann man auf die HbA1c-Messung (noch) nicht.

© stivog / stock.adobe.com

Evolution der Therapiesteuerung

Diabetesmanagement: Das Ende des HbA1c-Werts?

Rezeptunterschrift? Immer eigenhändig. Immer!

© detailblick-foto / stock.adobe.com

Bundessozialgericht

Rezeptunterschrift gestempelt: Internist drohen 1,24 Millionen Euro Regress