Ärzte Zeitung online, 11.07.2018

Patientenschützer

Pflege weiter verbessern!

13.000 neue Stellen sollen in der Altenpflege entstehen. Patientenschützer fordern nun, auch pflegende Angehörigen zu entlasten.

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Die Tausende zusätzliche Pflegestellen sind für die Deutschen Stiftung Patientenschutz nicht genug.

© Africa Studio / stock.adobe.c

BERLIN. Patientenschützer fordern weitere Verbesserungen für Pflegebedürftige über zusätzliches Personal in Kliniken und Heimen hinaus. Viele der zwei Millionen zu Hause versorgten Menschen hätten bisher nichts von Hilfen fürs Putzen, Einkaufen oder Spazierengehen, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch.

Mangels zugelassener Anbieter nähmen diese den monatlichen "Entlastungsbetrag" von 125 Euro nicht in Anspruch. Auch Angehörige, Nachbarn oder Minijobber sollten daher dafür zugelassen werden. Ungenutzte Beträge sollten auch nicht verfallen, sondern bis zu drei Jahre auf eine Summe von 4500 Euro angespart werden können.

Kassen finanzieren Stellen

Die Bundesregierung will die Situation in der Pflege unter anderem mit einem umfassenden Programm gegen Personalnot verbessern. Dazu hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ein Milliardenpaket auf den Weg gebracht, das 13.000 zusätzliche Stellen in der Altenpflege vorsieht. In Kliniken soll jede aufgestockte Pflegestelle künftig komplett von den Krankenkassen bezahlt werden. Spahn betont, dies sei ein erster Schritt.

Um Fachkräfte zu gewinnen, hat die Regierung außerdem eine "Konzertierte Aktion" mit Arbeitgebern und Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Krankenkassen und Betroffenenverbänden angestoßen, die Vorschläge für attraktivere Bedingungen bringen soll.

Die Stiftung Patientenschutz kritisierte, die zusätzlichen 13.000 Stellen bedeuteten pro Bewohner täglich nur einige Minuten mehr für Wundversorgung, Medikamentengaben oder Blutdruckmessung. (dpa)

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