Ärzte Zeitung online, 24.08.2018

Pflegestützpunkte

Rheinland-Pfalz zieht positive Zwischenbilanz

MAINZ. Vor zehn Jahren wurden die Pflegestützpunkte gesetzlich verankert — mittlerweile gibt es in Rheinland-Pfalz 135 davon.

Die Verantwortlichen ziehen nun ein positives Resümee: "Der Beratungsservice im Bereich Pflege wurde seither individualisiert und kontinuierlich optimiert", heißt es aus dem Gesundheitsministerium.

Flächendeckend seien zugleich die damaligen Beratungs- und Koordinierungsstellen in den Landkreisen zu Pflegestützpunkten weiterentwickelt worden. Landesweit gibt es heute einen Pflegestützpunkt pro 30.000 Einwohner.

"Die meisten Menschen wünschen sich, auch im Alter zu Hause zu leben – auch wenn sie auf Pflege und Hilfe angewiesen sind. Die Landesregierung nimmt dieses Anliegen sehr ernst", sagt Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD). "Ich freue mich, wenn viele Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer das kostenlose Informations- und Beratungsangebot nutzen."

Das Gesundheitsministerium betont, dass die Beratung anbieterneutral sei. Im Fokus stehen Fragen zu Hilfsangeboten, ambulanter und stationärer Pflege, Kosten, Pflege-Organisationen, Rechten und Pflichten von pflegebedürftigen Menschen.

Meist sehen sich die Pflegeberater auch die häusliche Situation vor Ort an. Getragen und finanziert werden die Pflegestützpunkte von den gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen, den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie dem Land Rheinland-Pfalz.

Alle Pflegestützpunkte sind im Sozialportal des Landes aufgeführt, Besucher der Seite finden über die Umkreissuche den für sie zuständigen Ansprechpartner. (aze)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Mehr Handhygiene in der Kita – weniger Atemwegsinfekte

Handhygieneprogramme in Kitas, bei denen Desinfektionsmittel eingesetzt werden, tragen offenbar dazu bei, Atemwegsinfektionen bei unter Dreijährigen deutlich zu verringern. mehr »

Tipps zur COPD-Diagnostik

Viele COPD-Patienten werden als solche gar nicht erkannt, bei anderen wird die Diagnose vorschnell gefällt. Anlässlich des heutigen Welt-COPD-Tags erinnern wir an die neuen deutschen Leitlinien und grundlegende Änderungen. mehr »

Medikationspläne oft nicht genutzt

Medikationspläne – zumindest frei erstellte – verbessern die Arzneimittel-Therapiesicherheit wohl nicht wie erhofft. Das legt nun eine Studie der Uni Greifswald nahe. mehr »