Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Ein echter Qualitätsgewinn

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Wenn das neue System für die Qualitätsprüfungen in der Pflege hält, was es verspricht, könnte es der Versorgungsqualität in den stationären Pflegeeinrichtungen zu einem spürbaren Schub verhelfen. Der entscheidende Faktor ist, dass die gesundheitliche und sonstige Situation der Pflegebedürftigen in den Mittelpunkt der Bewertung rückt, und nicht wie früher, als man sich vor allem auf formelle Kriterien fixiert hatte.

Gibt es künftig in einem Heim überdurchschnittlich viele Dekubitusfälle oder weist es deutlich schlechtere Werte bei der Mobilität der Bewohner auf, lässt sich das nicht länger durch eine gute Gesamtnote kaschieren, die auf dem Speiseplan oder sonstigen weichen Faktoren basiert. Jeder Interessierte kann bei zehn versorgungsrelevanten Indikatoren gezielt nachsehen, wie das Heim dort abschneidet. Die Bewertung aller Indikatoren zusammen mit den Ergebnissen der ebenfalls neu ausgerichteten externen Prüfungen und allgemeinen Informationen über die Einrichtung ergeben ein aussagekräftiges Gesamtbild.

Es wird dauern, bis das neue System verstanden wird und seine Schlagkraft entfaltet. Aber dann kann es einen wirklichen Qualitätswettbewerb auslösen – anders als in einer Welt, in der fast jedes Heim die Note „sehr gut“ erhält.

Lesen Sie dazu auch: Noten statt TÜV: Wie die neuen Pflegenoten funktionieren

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

„Massive Pensionierungswelle“

Pflegebündnis warnt: Bis zum Jahr 2030 fehlen rund 500.000 Fachkräfte

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Haustiere

Kasuistik: Was passieren kann, wenn der Hund die Wunde ableckt

Patienten häufig überwässert

Praxistipps zur Hyponatriämie: „Trinken nur bei Durst!“

Lesetipps
Nicht alles können Ärzte in der Rheumatologie delegieren – die strukturierte Vorbereitung einer Anamnese allerdings schon.

© auremar / stock.adobe.com

Aufgabenteilung

Wie Delegation in der Rheumatologie funktionieren kann

Dreidimensionale gerenderte Illustration von Darmkrebs.

© appledesign / stock.adobe.com

Ergebnisse einer Vergleichsstudie

CT-Kolonografie oder FIT: Welches Verfahren Darmkrebs früher aufspürt

Ins Fitnessstudie statt zum Geburtstag der Oma: Wer eine starke Verpflichtung spürt, Sport zu treiben, könnte eine Muskeldysmorphie haben.

© ME Image / Stock.adobe.com

Krafttraining bis zur Erschöpfung

„Adonis-Komplex“: Was Ärzte beim Verdacht auf Muskeldysmorphie tun können