Ärzte Zeitung online, 15.02.2016

Familien mit Suchtproblem

Aktionswoche für Kinder gestartet

NEU-ISENBURG. Kinder aus Suchtfamilien gelten als Risikogruppe für eine eigene Abhängigkeit - aber auch andere psychische Störungen. Eine Aktionswoche soll darauf aufmerksam machen. Ein neues Programm zur Resilienzbildung kann künftig sogar von der Kasse übernommen werden.

Das Konzept "Trampolin" wurde als Stressbewältigungsprogramm entwickelt. Es richtet sich an Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren. Es hat zum Ziel, die psychische Belastung teilnehmender Kinder zu reduzieren und ihre Handlungskompetenz im Sinne einer langfristigen Resilienz zu stärken, heißt es in einer Mitteilung zum Auftakt der Aktionswoche.

Mit der Aktionswoche wird jährlich auf die schwierige Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien aufmerksam gemacht.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler sagte: "Lange Zeit wurde diese Gruppe in der Prävention vernachlässigt. Leider, denn mit der richtigen Art von Unterstützung können sich auch diese Kinder zu ganz normalen gesunden und lebenstüchtigen Erwachsenen entwickeln." Sie freue sich über das Programm "Trampolin", das nun von den Krankenkassen finanziert werden kann. "Durch dieses Gruppenprogramm erfahren die Kinder auch, dass sie nicht allein sind, sondern dieses Schicksal mit vielen anderen Kindern teilen." (jk)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »