Ärzte Zeitung online, 24.06.2015

Bayerns Ärztepräsident

Sterbehilfe nicht überregulieren!

Der Präsident der Bayerischen Ärztekammer, Dr. Max Kaplan, hat die Politik davor gewarnt, den Ärzten zu enge Vorschriften bei der Sterbebegleitung zu machen.

MÜNCHEN. Der Präsident der Bayerischen Ärztekammer, Dr. Max Kaplan, hat die Politik davor gewarnt, den Ärzten zu enge Vorschriften bei der Sterbebegleitung zu machen.

"Man kann nicht alles regeln, und man sollte auch nicht mehr regeln, als man regeln muss", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Man sollte die Entscheidungsfreiheit der Ärzte im Berufsrecht nicht einschränken.

"Ausnahmesituationen kann man juristisch häufig nicht regeln und sollte man auch nicht regeln", betonte Kaplan.

Das von Bundestagsabgeordneten angestrebte Sterbehilfegesetz könne aber Rechtssicherheit schaffen. Ein Entwurf sieht vor, dass Ärzten Suizidbeihilfe erlaubt werden soll. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Für eine Welt ohne Typ-1-Diabetes

Ein hohes Risiko für Typ-1-Diabetes im Kindesalter erkennen und die Krankheit verhindern, ist das Ziel von Wissenschaftlern. Eine provokante PR-Aktion wirbt für ihre Arbeit. mehr »

Grippe-Impfsaison noch lange nicht vorbei!

Kein Land Europas erreicht die Influenza-Impfziele der WHO. Jetzt vor der Grippewelle appellieren Experten daher an Ärzte, noch möglichst viele Patienten zu schützen. mehr »

Wenn Insulin zum fetten Problem wird

Schon leicht erhöhte Insulinspiegel können offenbar Adipositas sehr stark fördern. Forscher haben sich den Zusammenhang angeschaut und empfehlen Intervallfasten – mit einer Einschränkung. mehr »